Die Straße von Hormus ist wieder offen — und die Märkte feierten es prompt. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi kündigte am Freitagnachmittag an, die Meerenge für alle Handelsschiffe freizugeben. US-Präsident Trump bestätigte die Aussage. Der DAX schoss daraufhin auf ein Tageshoch von 24.792 Punkten und schloss mit einem Plus von 2,27 Prozent bei 24.702 Punkten.
Damit ist der Index auf Wochensicht um 3,8 Prozent gestiegen — der dritte Wochengewinn in Folge. Die Verluste seit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hat der DAX damit fast vollständig aufgeholt.
Zykliker und Reisewerte vorn
Die Öffnung der Meerenge traf vor allem Sektoren, die unter der Blockade gelitten hatten. Im MDax sprangen Lufthansa und Fraport um jeweils knapp 7 Prozent nach oben. Rückenwind gab auch die Meldung, dass kurzfristig keine weiteren Streiks bei der Lufthansa drohen.
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Im DAX legte MTU 5,1 Prozent zu. Continental gewann 5,4 Prozent, Siemens 3,4 Prozent. Parallel dazu trieb eine starke US-Tech-Rally die Papiere von SAP, IONOS und TeamViewer nach oben. Der MDax schloss 3,28 Prozent höher bei 31.952 Punkten.
Auf der Verliererseite stand Alstom, das nach einem enttäuschenden Ausblick abstürzte. Nachbörslich verlor Netflix knapp 10 Prozent — schwache Prognose und der Abgang von Mitgründer Reed Hastings belasteten.
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Charttechnik: Nächste Hürden in Sicht
Der DAX handelt nun rund 2,4 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt bei 24.113 Punkten. Auf der Oberseite warten das offene Gap vom 3. März und die 25.000-Punkte-Marke als nächste Widerstände. Fällt der Kurs zurück, gilt der GD200 als erste Unterstützung, darunter die 50-Tage-Linie bei knapp 23.982 Punkten.
Fragile Ausgangslage für die neue Woche
Die Helaba warnt: Ein optimistisches Nahost-Szenario sei bereits eingepreist. Seit Kriegsbeginn habe es nach Hoffnungsschimmern immer wieder Enttäuschungen gegeben. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater sieht zwar Fortschritte — vor allem zwischen Israel und dem Libanon. Konkrete Ergebnisse fehlten aber noch.
Die Berichtssaison der DAX-Konzerne übernimmt in der Woche ab dem 21. April die Rolle des nächsten Kurstreibers. Ob die Quartalszahlen die aktuelle Stärke des Index fundamental untermauern, wird die entscheidende Frage der kommenden Tage sein.
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