Der DAX hat eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt. Wer zu Wochenbeginn auf ein schwaches Ergebnis getippt hätte, lag daneben — der Index schrieb am Ende ein klares Plus von knapp vier Prozent.
Politische Weichenstellungen bestimmen das Bild
Gestartet bei rund 23.833 Punkten, arbeitete sich der deutsche Leitindex im Wochenverlauf schrittweise nach oben. Zwischenzeitliche Rücksetzer am Dienstag und Donnerstag blieben folgenlos. Am Freitagmittag notierte der Index bei etwa 24.800 Punkten — knapp unter der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke, die damit abermals verteidigt, aber noch nicht überwunden wurde.
Der große Impulsgeber kam aus Washington: Präsident Trump vereidigte Kevin Warsh als neuen Fed-Chef. Warsh gilt als Befürworter eines strukturellen Umbaus der Geldpolitik und einer neuen Kommunikationsstrategie der Zentralbank. Für die Märkte ist das weniger eine Frage politischer Einflussnahme als eine über geldpolitische Verlässlichkeit.
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Starke Makrodaten aus Deutschland
Das heimische Konjunkturbild hellte sich unterdessen leicht auf. Das BIP stieg im ersten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, gestützt durch den Außenhandel. Der ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich auf 84,9 Punkte. Einziger Wermutstropfen: Der Wohnungsneubau sackte auf den niedrigsten Stand seit 2012.
Auf Unternehmensebene dominierte das Übernahmedrama um die Commerzbank. Vorstand und Aufsichtsrat lehnten das Angebot von UniCredit formal ab — die Offerte enthalte keine angemessene Prämie. UniCredit hält indes bereits gut ein Viertel direkt, hinzu kommen weitere Positionen über Derivate auf insgesamt bis zu rund 39 Prozent. Das Tauschverhältnis von 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie lag zum Angebotszeitpunkt unter dem Börsenkurs — das Angebot wurde bislang für einen verschwindend kleinen Anteil angenommen. Die Commerzbank-Aktie verlor auf Wochensicht über ein Prozent.
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Rückenwind aus dem Tech-Sektor
Nvidia lieferte starke Quartalszahlen, die weltweit für Auftrieb sorgten: Der Umsatz stieg auf rund 81,6 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 85 Prozent im Jahresvergleich. Trotzdem gab die Aktie am Folgetag nach, ein bekanntes Muster bei hocherwarteten Zahlen. Der Rückenwind für den DAX kam dennoch: Tech-Optimismus stützte die europäischen Indizes spürbar.
Ob der DAX die 25.000-Punkte-Marke in der kommenden Handelswoche nachhaltig überwindet, hängt nun maßgeblich davon ab, wie sich die Fed-Diskussion unter Warsh konkretisiert und ob weitere Konjunkturdaten die zarte Erholung der deutschen Wirtschaft bestätigen.
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