Der DAX startet mit Gegenwind in eine der dichtesten Berichtswochen des Jahres. Rund vier Dutzend Unternehmen öffnen die Bücher — und gleichzeitig liefern Europa und die USA ihre ersten BIP-Zahlen für das erste Quartal.
Die Ausgangslage ist fragil. Der Index schloss am Freitag bei 24.129 Punkten, knapp 2,3 Prozent unter dem Vorwochenniveau. Charttechnisch hält sich der DAX allerdings über seinem 200-Tage-Durchschnitt bei rund 24.115 Punkten. Die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage senden Kaufsignale — lediglich die Slow Stochastik zeigt ein Verkaufssignal.
Bilanzwoche: Mittwoch trägt die Last
Der Wochenauftakt am Montag bleibt überschaubar: Südzucker, Nordex und die Deutsche Börse berichten. Ab Dienstag nimmt das Tempo zu — Airbus legt nach Handelsschluss seine Quartalszahlen vor.
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Den Kern der Woche bildet Mittwoch. Dann berichten Deutsche Bank, Mercedes-Benz, Adidas, DWS, Wacker Chemie und weitere Schwergewichte. Am Donnerstag folgen BASF, DHL, Volkswagen, MTU und Puma — abends dann Apple nach US-Börsenschluss.
Die Deutsche Bank dürfte besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Analysten erwarten Erlöse von rund 8,54 Milliarden Euro — kaum verändert gegenüber dem Vorjahr. Beim Nettogewinn rechnen sie mit etwa 1,93 Milliarden Euro. Im Anleihehandel, traditionell eine Stärke des Hauses, könnte das Institut hinter den Erwartungen zurückbleiben. Vorstandsaussagen der vergangenen Wochen legen das nahe.
BIP-Daten und Stagflationsrisiko
Parallel zur Bilanzflut veröffentlichen Deutschland, der Euroraum und die USA ihre BIP-Zahlen für das erste Quartal. Die europäischen Daten dürften den wirtschaftlichen Schaden durch den Iran-Krieg noch nicht vollständig abbilden — die Märzdaten fehlen weitgehend.
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Das Bild, das sich abzeichnet, ist beunruhigend. Die jüngsten Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone signalisierten erstmals seit 16 Monaten einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität. Im Dienstleistungssektor fiel der Einbruch so stark aus wie zuletzt während der Corona-Lockdowns. Zeitgleich zieht die Teuerung an. Die Folge: ein stagflationäres Umfeld, das den EZB-Spielraum erheblich einengt.
EZB und Bank of Japan im Blick
Den Zentralbankkalender eröffnet die Bank of Japan am Dienstag. Die EZB tagt am Mittwoch, dem 30. April. Der Einlagensatz liegt aktuell bei 2,00 Prozent — die EZB hält seit sechs Sitzungen die Füße still. Für 2026 erwartet sie nun 2,6 Prozent Inflation bei nur 0,9 Prozent Wachstum. Die Märkte preisen inzwischen ein bis zwei Zinserhöhungen bis Jahresende ein. EZB-Präsidentin Lagarde dämpfte zuletzt jedoch die Erwartungen — ohne mehr Daten zum Energiepreisschock werde der EZB-Rat nicht handeln.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 24.606 Punkten, das Tageshoch vom 21. April. Hält der DAX diese Marke nicht, rückt die Unterstützung bei 23.759 Punkten in den Fokus. Am Freitag, dem 1. Mai, bleiben die deutschen Börsen wegen des Feiertags geschlossen — die Woche endet nach vier Handelstagen, bei maximaler Nachrichtendichte.
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