Der deutsche Leitindex geriet zum Wochenbeginn unter Druck und verlor in den ersten Handelsminuten 0,7 Prozent auf 25.083 Punkte. Das Mitte Januar erreichte Allzeithoch von 25.507 Punkten rückt damit wieder etwas in die Ferne. Die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten hielt jedoch stand.
Auslöser der Verluste ist erneute Unsicherheit über die US-Zollpolitik. Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen Teile der Trump-Zölle legte der US-Präsident am Samstag nach: Statt der angekündigten 10 Prozent sollen nun 15 Prozent weltweite Zölle auf US-Importe erhoben werden – die Höchstgrenze des zitierten Handelsgesetzes.
Exportwerte leiden besonders
Besonders hart traf es exportorientierte Sektoren. SAP rutschte um 2,6 Prozent ab und bildete das Schlusslicht im DAX. Auch Automobil- und Chemiewerte verbuchten deutliche Verluste. Unternehmen wird durch die chaotische Zollpolitik zunehmend die Planungsgrundlage entzogen.
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Defensive Branchen hielten sich deutlich besser. Commerzbank und Henkel führten die Gewinnerliste mit moderaten Zuwächsen an. Versorger, Versicherungen und Telekommunikation konnten sich dem Abwärtssog weitgehend entziehen.
Der Euro profitierte von der Dollar-Schwäche und notierte bei 1,1819 Dollar. Marktbeobachter werten dies als Hinweis darauf, dass Anleger die Attraktivität des US-Marktes neu bewerten. Trump könnte gezwungen sein, rund 130 Milliarden Dollar an bereits gezahlten Zöllen an klagende Unternehmen zurückzuerstatten.
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Technische Perspektive bleibt konstruktiv
Aus technischer Sicht hat der DAX seit dem lokalen Tief vom 5. Februar eine Aufwärtstrendstruktur mit steigenden Hochs und Tiefs etabliert. Die Bollinger-Bänder weiten sich aus, die gleitenden Durchschnitte zeigen Kaufsignale. Als nächstes Kursziel gilt das Allzeithoch bei 25.510 Punkten, darüber wartet die psychologische Marke von 26.000 Punkten.
Die positiven PMI-Daten aus der Eurozone stützen die Erholungshoffnungen. Der deutsche Industrie-PMI kletterte überraschend deutlich von 49,5 auf 50,8 Punkte und liegt damit erstmals seit Monaten wieder über der Expansionsschwelle. Erhöhte Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung könnten 2026 zusätzliche Wachstumsimpulse liefern.
Ifo-Präsident Clemens Fuest bezeichnete das Gerichtsurteil als politisch gute Nachricht, warnte aber vor wachsenden Risiken für die Wirtschaft. Trump verliert mit dem Urteil die Möglichkeit, permanente Zölle per Unterschrift zu aktivieren – für permanente Maßnahmen benötigt er nun die Zustimmung des Kongresses.
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