DAX: Zwischen Absturz und Aufholjagd

Der DAX erholte sich nach einem Absturz knapp 500 Punkte, angetrieben von geopolitischen Spannungen um den Iran. Lufthansa verlor durch Analystenabstufung, während die Deutsche Börse ein Allzeithoch erreichte.

DAX Aktie
Kurz & knapp:
  • DAX stürzte ab und kämpfte sich fast 500 Punkte zurück
  • Lufthansa-Aktie nach Analystenabstufung deutlich im Minus
  • Deutsche Börse erreicht neues Allzeithoch
  • Entscheidendes Datum für weitere Marktentwicklung am 6. April

Der Gründonnerstag lieferte alles, was Anleger nicht brauchen können — und dann doch noch eine Überraschung. Der DAX rauschte am Mittag bis auf rund 22.887 Punkte ab, kämpfte sich anschließend knapp 500 Punkte zurück und schloss letztlich mit einem Minus von 0,56 Prozent bei 23.168 Punkten. Treiber des turbulenten Handelstages war erneut Donald Trump, dessen Rede zum Iran-Krieg zunächst Panik auslöste.

Trump kündigte weitere schwere Angriffe gegen den Iran an — und schuf damit genau die Unsicherheit, auf die die Märkte nicht gewartet hatten. Brent Crude schoss daraufhin auf bis zu 111,69 Dollar je Barrel, ein Tagesplus von fast sieben Dollar. Versorgungsängste rund um die Straße von Hormus überlagerten alles andere. Erst Hoffnungen auf eine mögliche Öffnung der Meerenge stabilisierten die Lage am Nachmittag.

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Lufthansa im Doppelfeuer

Besonders hart traf es Lufthansa. Morgan Stanley stufte die Aktie von „Overweight“ auf „Equal-Weight“ herab und kappte das Kursziel von 9,40 auf 7,50 Euro. Die Begründung: anhaltend hohe Treibstoffkosten infolge des Nahostkonflikts. Die Investmentbank rechnet mit einem Treibstoffkosteneffekt von 1,6 Milliarden Euro, der das EBITDA 2026 um rund 800 Millionen Euro oder 17 Prozent drücken dürfte — selbst bei einer baldigen Beruhigung der Lage im Iran. Die Aktie verlor 4,2 Prozent.

Gegen den Trend lief die Deutsche Börse: Gestützt durch eine Kaufempfehlung von Jefferies und steigende Volatilität legte die Aktie 1,9 Prozent zu und markierte ein neues Allzeithoch. Höhere Volatilität ist für Börsenbetreiber schlicht ein Geschäftsmodell.

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Schlüsseldatum 6. April

Charttechnisch bleibt der DAX in einer sensiblen Zone. Die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage senden weiter Short-Signale. Die 23.000er-Marke gilt als kritische Schaltstelle — fällt der Index darunter, liegt die nächste Unterstützung bei 22.800 Punkten. Die Volatilität, gemessen am VDAX, stieg zuletzt auf 33,77 Punkte und damit auf ein Sechsmonatshoch.

Am 6. April läuft Trumps Ultimatum zur Zerstörung iranischer Energieanlagen aus. Gelingt eine Deeskalation, könnte der DAX Richtung 24.000 Punkte anziehen. Eskaliert der Konflikt weiter, droht ein Rückfall auf 22.000 Punkte. Zudem stehen am Karfreitag die US-Arbeitsmarktdaten an — für einen Markt, der ohnehin auf Messers Schneide tanzt, kein idealer Zeitpunkt für Überraschungen.

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