Der DAX startet mit leichten Gewinnen in die neue Woche — doch hinter dem freundlichen Auftakt lauert ein Bündel ungelöster Probleme. Trumps jüngste Zolldrohung gegen europäische Fahrzeuge hat die Stimmung zuletzt merklich getrübt.
Chartbild sendet positive Signale
Technisch gesehen hat der deutsche Leitindex am vergangenen Donnerstag ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Vom Tagestief bei 23.715 Punkten arbeitete er sich um fast zweieinhalb Prozent nach oben und schloss am Tageshoch. Diese Umkehrformation — Chartanalysten sprechen von einem „Bullish Engulfing“ — deutet auf eine Stimmungswende hin. Allerdings war der vorangegangene Abwärtstrend nicht stark genug ausgeprägt, um allzu große Erwartungen zu wecken. Im Fokus steht nun die Widerstandszone zwischen 24.500 und 24.800 Punkten. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das der Index Mitte Januar markiert hatte, ist er damit noch ein gutes Stück entfernt.
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Ifo-Daten, Zölle und der Iran-Faktor
Die Belastungsprobe kommt von mehreren Seiten gleichzeitig. Trump kündigte via Truth Social eine Anhebung der US-Importzölle auf europäische Pkw und Lkw auf 25 Prozent an — ein direkter Schlag gegen die Kernbranchen des DAX. Die EU-Kommission signalisierte umgehend Gegenmaßnahmen, sollte die Ankündigung Realität werden.
Parallel dazu trübt sich das Geschäftsklima in der Automobilindustrie weiter ein. Der entsprechende Ifo-Indikator fiel im April auf minus 23,8 Punkte, nach minus 19,0 im März. Besonders auffällig: Die Geschäftserwartungen brachen von minus 15,3 auf minus 30,7 Punkte ein. Als Zusatzbelastung wirkt der Iran-Konflikt, der erste Lieferengpässe bei Vorprodukten nach sich zieht — bei 9,3 Prozent der Automobilunternehmen fehlten im April wichtige Materialien, ein massiver Anstieg gegenüber knapp einem Prozent im Vormonat. Helium, das für Chipproduktion, Airbags und Batterietests benötigt wird, steht dabei besonders im Mittelpunkt.
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Asiatische Märkte stützen die Stimmung
Rückenwind kommt immerhin aus Fernost. Der Hang-Seng-Index in Hongkong legte um rund 1,5 Prozent zu, und der südkoreanische KOSPI sprang auf ein Rekordhoch — getragen von starken Quartalszahlen der Speicherchiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix. In Tokio und auf dem chinesischen Festland ruhte der Handel feiertagsbedingt.
Die globale Gemengelage bleibt fragil. Ölpreise auf hohem Niveau, festgefahrene Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie die drohende Eskalation im Zollstreit mit Europa lassen kaum Raum für ungetrübten Optimismus. Der DAX hält sich in diesem Umfeld bemerkenswert stabil — aber die nächsten Tage dürften zeigen, ob die Erholung vom Donnerstag mehr war als eine technische Gegenbewegung.
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