Delivery Hero trennt sich von seinem Taiwan-Geschäft und streicht dafür 600 Millionen US-Dollar ein. Der Verkauf der Tochter Foodpanda an den Wettbewerber Grab soll die Bilanz des Berliner Konzerns entlasten. Jedoch zeigt die heutige Kursreaktion mit einem Minus von 7,18 Prozent auf 15,64 Euro, dass die gestrige Euphorie über den Deal bereits wieder verflogen ist.
Entschuldung durch Foodpanda-Verkauf
Der Verkauf erfolgt auf Cash-and-Debt-Free-Basis und spült umgerechnet rund 519 Millionen Euro in die Kassen. Das Management unter Niklas Östberg plant, den Erlös primär zur Tilgung bestehender Verbindlichkeiten einzusetzen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen, wobei mit einem Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 gerechnet wird.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als konsequente Fortführung der Portfolio-Bereinigung. Bereits im Dezember 2024 hatte der Konzern durch den Teil-Börsengang der Tochter Talabat rund zwei Milliarden Euro erlöst, um finanzielle Spielräume zu schaffen.
Analysten halten an Kurszielen fest
Trotz der aktuellen Kursverluste, die das Papier wieder gefährlich nahe an das 52-Wochen-Tief von 14,99 Euro rücken lassen, halten führende Investmentbanken an ihren positiven Einschätzungen fest. Die Experten verweisen auf die verbesserten operativen Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres, in dem das bereinigte EBITDA auf über 900 Millionen Euro kletterte.
- JPMorgan: Einstufung „Overweight“, Kursziel 28,00 €
- Barclays: Bestätigung der strategischen Prüfung durch Portfoliovariation
- Konsens-Kursziel: 28,28 €
Fokus auf die zweite Jahreshälfte
Reicht der Verkaufserlös aus, um Delivery Hero trotz des wegfallenden Bruttowarenvolumens von 1,56 Milliarden Euro in Taiwan stabil auf Kurs zu halten? Der Markt in Taiwan steuerte zuletzt signifikant zum Gesamtvolumen bei, was die operative Lücke nach dem Vollzug vergrößern wird. Allerdings verspricht die geplante Reduzierung der Verschuldung eine spürbare Minderung der Zinslast. Gelingt dieser Spagat, rückt das Ziel eines dauerhaft positiven freien Cashflows näher. Die Entlastung der Bilanz durch den Verkaufserlös wird nun zum zentralen Faktor für die Bewertung im weiteren Jahresverlauf.
Delivery Hero-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Delivery Hero-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten Delivery Hero-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Delivery Hero-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Delivery Hero: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


