Die dänische Demant hat am 3. Februar 2025 ihre Jahreszahlen vorgelegt – und dabei die Anleger kalt erwischt. Während das vierte Quartal noch solide ausfiel, sorgt der Ausblick für 2026 für Ernüchterung. Die Prognose liegt deutlich unter den Erwartungen der Analysten.
Quartalszahlen besser als erwartet
Im vierten Quartal erzielte Demant einen Umsatz von 6,26 Milliarden Kronen – rund 2 Prozent über den Konsensschätzungen. Das organische Wachstum lag bei etwa 5 Prozent, während Analysten nur 2,8 Prozent erwartet hatten. Das bereinigte EBIT für das zweite Halbjahr erreichte circa 2,11 Milliarden Kronen und übertraf damit die Markterwartungen um etwa 1 Prozent.
Besonders erfreulich: Die Diagnostics-Sparte zeigte nach schwachem Jahresstart eine deutliche Erholung. Im vierten Quartal sprang das organische Wachstum auf 8 Prozent. Auch im Bereich Hearing Care lief es rund – hier belief sich das organische Plus auf 5 Prozent.
Schwacher Markt belastet Profitabilität
Für das Gesamtjahr 2025 wies Demant ein organisches Wachstum von nur 2 Prozent aus. Das bereinigte EBIT sank um 10 Prozent auf 3,96 Milliarden Kronen. Die EBIT-Marge fiel von 19,6 Prozent auf 17,2 Prozent. Grund dafür: Der globale Hörgeräte-Markt wuchs langsamer als üblich, gleichzeitig verschärfte sich der Wettbewerb.
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Trotz der Gewinnrückgänge blieb Demant beim Cashflow stark. Der operative Cashflow belief sich auf 3,85 Milliarden Kronen, der Free Cashflow auf 3,09 Milliarden Kronen.
Prognose enttäuscht auf ganzer Linie
Jetzt wird es unangenehm für Investoren. Demant rechnet für 2026 mit einem Marktwachstum von lediglich 2 bis 4 Prozent – deutlich unter den mittelfristigen Annahmen des Konzerns. Die Guidance sieht ein organisches Wachstum von 3 bis 6 Prozent vor. Das bereinigte EBIT soll zwischen 4,1 und 4,5 Milliarden Kronen liegen.
Morgan Stanley-Analystin Aisyah Noor beziffert die impliziten Abschläge zu den Konsenserwartungen auf minus 2 Prozent beim Umsatz und minus 8 Prozent beim EBIT. Ein Aktienrückkaufprogramm ist nicht geplant – Demant will sich stattdessen auf den Schuldenabbau konzentrieren.
Zölle und Währungen belasten
Zusätzlichen Druck erzeugen externe Faktoren. Zölle werden die Diagnostics-Sparte 2026 voraussichtlich mit rund 25 Millionen Kronen belasten. Währungseffekte dürften das bereinigte EBIT um etwa 200 Millionen Kronen drücken – gleichmäßig auf beide Jahreshälften verteilt.
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Kostenprogramm soll Wende bringen
Als Reaktion kündigte Demant ein umfassendes Sparprogramm an. Rund 700 Stellen sollen weltweit abgebaut werden, davon etwa 150 in Dänemark. Das Management peilt jährliche Einsparungen von circa 500 Millionen Kronen an – mit voller Wirkung ab 2028. Bereits 2026 sollen 250 Millionen Kronen eingespart werden, überwiegend im zweiten Halbjahr.
Die Maßnahmen umfassen die Verlagerung von Aktivitäten an kostengünstigere Standorte, Priorisierung von Geschäftsbereichen und verschärfte Beschaffung. Die Umsetzung wird Sonderkosten von etwa 200 Millionen Kronen in 2026 und weitere 100 Millionen in 2027 verursachen.
Verschuldung nach KIND-Übernahme gestiegen
Nach dem Abschluss der KIND-Akquisition am 1. Dezember 2025 kletterte die Verschuldungsquote (NIBD/EBITDA) auf 3,4 – leicht unter den Erwartungen, aber deutlich über dem mittelfristigen Zielkorridor von 2,0 bis 2,5. Demant will innerhalb von 18 bis 24 Monaten nach Closing wieder in diesen Bereich zurückkehren.
Die KIND-Integration soll 2026 rund 300 Millionen Kronen zum EBIT beitragen. Im vierten Quartal steuerte die Übernahme bereits 12 Prozent akquisitorisches Wachstum bei.
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