Frühe Zwischenergebnisse der US-Kongresswahlen deuten auf deutliche Gewinne der Demokraten hin. Die Finanzmärkte reagieren prompt. An den Terminmärkten fallen die US-Aktien-Futures, während die Renditen von Staatsanleihen nachgeben und der US-Dollar an Wert verliert. Investoren stellen sich auf ein politisches Patt in Washington ein, das künftige Gesetzesvorhaben von US-Präsident Donald Trump ausbremsen dürfte.
Belastung für Technologieaktien
Erste Teilergebnisse brachten den Demokraten 11 der 33 zur Wahl stehenden Senatssitze ein, während die Republikaner fünf Mandate gewannen.
Auch im Repräsentantenhaus verbuchte die Opposition früh klare Stimmengewinne. An den Terminmärkten gaben die Futures für den S&P 500 und den technologielastigen Nasdaq in der Folge spürbar nach.
Besonders Technologieunternehmen geraten unter Druck. Marktbeobachter führen dies auf Befürchtungen zurück, dass ein von den Demokraten dominierter Kongress die Aufsicht über künstliche Intelligenz und führende Tech-Konzerne verstärken könnte. Auch geplante Investitionen in den Ausbau großer Rechenzentren könnten vermehrt ins Visier parlamentarischer Untersuchungen geraten.
Bewegung an den Devisen- und Rentenmärkten
Die Rendite richtungsweisender US-Staatsanleihen fiel um vier Basispunkte auf 4,919 Prozent. Parallel dazu schwächte sich die US-Währung ab, während der Euro im frühen Handel auf 1,1212 Dollar stieg.
Dahinter steht die Erwartung, dass eine demokratische Mehrheit im Kongress neue Ausgabenprogramme erschwert. Geringere staatliche Mehrausgaben könnten das Haushaltsdefizit begrenzen, was den Zinsdruck mindert. Trump behält zwar sein präsidiales Vetorecht, anstehende Haushaltsdebatten und Verhandlungen über die Schuldenobergrenze im kommenden Jahr drohen sich jedoch festzufahren.
Abseits der Parlamentsmehrheiten bleibt der außenpolitische Kurs der US-Regierung ein währungsrelevanter Faktor. Verschärft das Weiße Haus seine militärische Linie im Konflikt mit dem Iran, drohen anziehende Ölpreise die Inflationssorgen und damit auch den US-Dollar wieder anzutreiben.
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