Die japanische Werbe- und PR-Holding Dentsu Group zieht nach einem desaströsen Geschäftsjahr 2025 personelle Konsequenzen. Am heutigen Donnerstag gab das Unternehmen einen umfassenden Führungswechsel bekannt – wirksam ab dem 27. März 2026. Gleichzeitig muss Dentsu eine Wertberichtigung von 310,1 Milliarden Yen verkraften.
Der Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2025 weitete sich dramatisch auf 327,6 Milliarden Yen aus, nach bereits 192,2 Milliarden Yen im Vorjahr. Haupttreiber waren Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 402,6 Milliarden Yen – ein Anstieg von gut 167 Milliarden Yen gegenüber 2024. Hinzu kamen Kosten für den Konzernumbau von 33 Milliarden Yen, dreimal so viel wie ein Jahr zuvor.
Trotz der roten Zahlen kletterte der Umsatz um 1,7 Prozent auf 1.435,2 Milliarden Yen. Das bereinigte operative Ergebnis sank allerdings um 2,1 Prozent auf 172,5 Milliarden Yen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Dentsu?
Sano übernimmt das Ruder
Als Reaktion auf die anhaltenden Schwierigkeiten im internationalen Geschäft installiert Dentsu eine neue Führungsstruktur. Takeshi Sano, bislang Chef der Japan-Sparte und stellvertretender Konzernoperativchef, rückt zum President und Global CEO auf. Er ersetzt Hiroshi Igarashi, der in eine Beraterfunktion wechselt.
Sano hat in den vergangenen zwei Jahren das Kerngeschäft in Japan stabilisiert – die Dentsu Inc. steuert rund 40 Prozent zum Konzernumsatz und über die Hälfte zum operativen Gewinn bei. Elf Quartale in Folge wuchs die Sparte unter seiner Führung. Gleichzeitig trieb Sano seit 2023 die Geschäftstransformation voran und stärkte die Verzahnung zwischen dem japanischen Heimatmarkt und den internationalen Märkten.
Neben Sano übernimmt Yoshimasa Watahiki als neuer Global Chief Corporate Affairs Officer Verantwortung für Governance, Compliance und Nachhaltigkeit. Watahiki war zuletzt COO von Dentsu Japan und wird diese Funktion parallel weiterführen. Finanzchef Shigeki Endo bleibt im Amt – er war erst im Juli 2024 zu Dentsu gestoßen und gilt als Architekt der Restrukturierung unprofitabler Auslandseinheiten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Dentsu?
Flachere Hierarchien, schärferer Fokus
Die neue Führungsstruktur soll schnellere Entscheidungen ermöglichen. Dentsu streicht die bisherigen Ebenen des Global COO und Global President. Künftig berichten die Regionalchefs und Spartenleiter direkt an den CEO. Das 23-köpfige Global Management Team konzentriert sich auf die Kernaufgabe: Wachstum bei Kunden anzustoßen.
Neu geschaffen wurden die Positionen des Global Chief Transformation Officer, des Chief Global Client Officer sowie des Global Chief Brand Officer. Damit will Dentsu die eigene Marke schärfen und gleichzeitig das Tempo bei der Umgestaltung erhöhen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg von 3,9 Prozent auf 1.491,5 Milliarden Yen. Der bereinigte Nettogewinn soll allerdings um 8,9 Prozent auf 85,2 Milliarden Yen sinken – ein Zeichen dafür, dass die Sanierung noch nicht abgeschlossen ist. Die Dividende für 2025 fällt nach Medienberichten komplett aus.
Dentsu-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Dentsu-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Dentsu-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Dentsu-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Dentsu: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


