Der Wintereinbruch durch Sturm „Elli“ hat den Bahnverkehr in Norddeutschland lahmgelegt – und wirft unangenehme Fragen für Anleiheinvestoren auf. Seit Sonntag läuft der Fernverkehr auf allen Hauptstrecken zwar wieder, allerdings nur mit reduziertem Angebot. Ausfälle und Teilausfälle bleiben an der Tagesordnung. Für die Inhaber der Deutsche Bahn AG 0,625%-Anleihe mit Fälligkeit 2050 ist das mehr als nur eine wetterbedinge Störung.
Die Verkehrsverbindungen Hamburg-Hannover-Kassel-Süddeutschland sowie Berlin-Hannover-NRW sind seit Sonntagmorgen wieder befahrbar. Die Strecke Hamburg-Bremen-Osnabrück-NRW-Frankfurt läuft bereits seit Samstagnachmittag. Doch im Nahverkehr herrscht Chaos: In Schleswig-Holstein und Niedersachsen können mehrere Strecken weiterhin nicht befahren werden. Erst im Laufe des Tages soll das Angebot schrittweise erhöht werden.
Politischer Druck wächst
Die Union lässt nicht locker. Christoph Ploß (CDU), Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages, fordert in der „Rheinischen Post“ vom Montag eine grundlegende Aufarbeitung. „Die Deutsche Bahn muss dieses Desaster aufarbeiten und beim nächsten Wintereinbruch sicherstellen, dass nicht der gesamte Zugverkehr zum Erliegen kommt“, so der Hamburger Bundestagsabgeordnete. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Andere europäische Länder bewältigen Winterwetter besser.
Ploß erinnert an den alten Bahn-Slogan: „Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“ Genau diese Zuverlässigkeit fehlt aktuell – und das hat Konsequenzen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Konzerns.
Was bedeutet das für Anleiheinvestoren?
Tagelange Zugausfälle bedeuten Umsatzeinbußen. Fahrgäste weichen auf andere Verkehrsmittel aus oder verschieben Reisen. Die Reputationsschäden verstärken einen Negativtrend, der sich bereits seit Jahren abzeichnet. Für langfristige Anleihegläubiger – die 2050er-Serie läuft noch 25 Jahre – ist die mangelnde Wetterfestigkeit der Infrastruktur ein strukturelles Problem. Der niedrige Kupon von 0,625 Prozent lässt wenig Spielraum für operative Schwächen.
Die politische Kritik verschärft den Druck auf das Management. Investitionen in Winterfestigkeit und Infrastruktur binden Kapital, das anderswo fehlt. Die Frage bleibt: Kann der hochverschuldete Konzern die notwendigen Modernisierungen stemmen, ohne die Bonität weiter zu belasten?
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