Die Deutsche Bank hat am Freitag in einem vom Ausverkauf bei KI- und Halbleiteraktien belasteten Marktumfeld nachgegeben. Die Aktie verlor 3,5% und schloss bei 31,31 €.
Reuters berichtete, dass die weltweite Verkaufswelle den deutschen Aktienmarkt unter Druck setzte und der DAX um 2,3 % nachgab. Medienberichten zufolge gehörte die Deutsche Bank zu den Verlierern im deutschen Leitindex.
Niedrigere Kapitalanforderung ab 2027
Die Deutsche Bank teilte am 27. Oktober mit, dass die Europäische Zentralbank ihre Säule-2-Anforderung für Solvenz gesenkt hat. Ab 1. Januar 2027 gilt eine Anforderung von 2,60 %.
Das sind nach Angaben der Bank 25 Basispunkte weniger als 2026. Die Säule-2-Anforderung für die Verschuldungsquote bleibt unverändert bei 10 Basispunkten.
Vor rund zwei Wochen hatte die Deutsche Bank für das dritte Quartal 2026 einen Rekord-Nachsteuergewinn von 1,9 Mrd. € gemeldet. Der Vorsteuergewinn stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 8 %.
Dieser erreichte nach Unternehmensangaben 2,6 Mrd. €. Für die ersten neun Monate 2026 meldete die Bank einen Nachsteuergewinn von 5,9 Mrd. €.
Privatkundenbank startet KI-Schulungen
Am Donnerstag startete die Privatkundenbank der Deutschen Bank die „PB AI Academy“. Das Angebot war nach Unternehmensangaben zunächst für rund 3.500 Mitarbeitende verfügbar. Geplant ist ein weltweiter Ausbau auf mehr als 20.000 Mitarbeitende.
Daneben haben die Europäische Investitionsbank und die Deutsche Bank nach Unternehmensangaben eine Partnerschaft über 560 Mio. € gestartet. Die Zusammenarbeit dient der Finanzierung europäischer Raumfahrtunternehmen.
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