Eine gedämpfte Prognose für das Investmentbanking sorgt bei Deutschlands größtem Geldhaus für Zurückhaltung am Markt. CEO Christian Sewing dämpfte kürzlich die Erwartungen für das erste Quartal, was in Kombination mit geopolitischen Unsicherheiten spürbaren Druck auf den Aktienkurs ausübt. Anleger richten ihren Blick nun auf die anstehende Bilanzvorlage Ende April, die als wichtiger Stimmungstest gilt.
Auf einer Investorenkonferenz hatte der Konzernchef vor flachen Gesamterträgen in der wichtigen Investment-Sparte für das Auftaktquartal 2026 gewarnt. Als Gründe nannte das Management eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr sowie geopolitische Risiken, die das Wachstum bremsen. Zwar verzeichnet das Institut Zuwächse bei Emissionen und in der Beratung, diese können die Rückgänge im Festzinsgeschäft allerdings nur teilweise kompensieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Bank?
Diese Aussichten spiegeln sich deutlich im Chartbild wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 25,23 Euro hat das Papier seit Jahresanfang bereits 24,82 Prozent an Wert verloren. Damit notiert der Titel spürbar unter seiner 50-Tage-Linie von 30,63 Euro. Zusätzlicher Verkaufsdruck auf den gesamten Finanzsektor entstand zuletzt durch allgemeine Zinsschwankungen und einen schwächeren Gesamtmarkt.
Jahresziele und Altlasten
Ungeachtet der kurzfristigen Herausforderungen hält das Management an der Jahresprognose fest. Für 2026 rechnet die Bank mit leicht höheren Konzernerträgen von rund 33 Milliarden Euro, was sich weitgehend mit den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 33,2 Milliarden Euro deckt. Zudem plant das Institut ab 2026, die Ausschüttungsquote auf 60 Prozent anzuheben. Analysten gehen davon aus, dass die Dividende von zuletzt 1,00 Euro auf 1,22 Euro je Anteilsschein steigen dürfte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Bank?
Parallel dazu arbeitet der Konzern juristische Altlasten ab. Im Cum-Ex-Skandal einigte sich die Bank mit dem Staat und übernahm für zwei Fonds Steuerschulden in Höhe von 29 Millionen Euro. Damit ist ein Teil des 85 Millionen Euro schweren Gesamtkomplexes beigelegt, auch wenn das Thema für das Institut noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
Fokus auf den 29. April
Der entscheidende Gradmesser für die weitere Kursentwicklung folgt am 29. April 2026 mit der Veröffentlichung des Q1-Berichts. Marktbeobachter werden dabei besonders auf den „Cost of Risk“ des Private-Credit-Portfolios achten. Zeigen die Zahlen an diesem Tag, dass die Kreditstandards der Bank auch unter den aktuellen wirtschaftlichen Belastungen im Mittelstand stabil bleiben, dürfte dies den derzeitigen Verkaufsdruck auf den Titel abmildern.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


