Die Deutsche Bank-Aktie zeigte sich am Dienstag robust und legte gegen den Trend der US-Finanzwerte zu. Während amerikanische Bankentitel nach Donald Trumps Ankündigung einer Zinsobergrenze für Kreditkartendarlehen unter Druck gerieten, gewann der Titel im Euro Stoxx Banks 0,7 Prozent. Nur die italienische Banco Monte dei Paschi di Siena schnitt mit einem Plus von 2,2 Prozent besser ab.
Strukturelle Stagnation droht
Doch Konzernchef Christian Sewing dämpfte am Montagabend bei einem Empfang in Berlin die Stimmung mit drastischen Worten. „Ohne tiefgreifende Reformen riskieren wir, dass das Potenzialwachstum in Deutschland bis Ende des Jahrzehnts auf null sinkt“, warnte der Bankchef. Seine Diagnose: Deutschland steuert auf eine strukturelle Stagnation zu – eine Ära ohne Wachstum, in der jeder kleine Rückschlag eine Rezession bedeuten würde.
Sewings Kritik richtete sich auch an die Arbeitsmentalität. Deutschland arbeite weniger als viele andere Länder. „Work-Life-Balance ist wichtig. Aber sie darf nicht zur Ausrede für weniger Ehrgeiz werden“, mahnte er. Es brauche eine stärkere Leistungsmentalität und mehr private Initiative.
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Fünf Landtagswahlen als Risikofaktor
Mit Blick auf die fünf anstehenden Landtagswahlen 2026 warnte Sewing vor den politischen Folgen wirtschaftlicher Schwäche. Ein weiteres Erstarken populistischer Kräfte wäre eine schwere Belastung für die demokratischen Institutionen und die Wirtschaft, die auf Offenheit und ein geeintes Europa ausgerichtet ist. Eine starke Wirtschaft sei das Fundament für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität.
Der Bankchef forderte konkrete Maßnahmen: mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, eine Reform der Sozialsysteme – besonders der Rente – sowie schnelle Steuerentlastungen für Unternehmen. Zudem brauche es die Vollendung des europäischen Binnenmarkts und mehr Freihandelsabkommen.
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US-Banken im Fokus
Heute startet die Berichtssaison der großen US-Banken zum vierten Quartal 2025. Die Erwartungen sind moderat, was Raum für positive Überraschungen lässt. Auch mögliche Deregulierungsvorhaben der US-Regierung könnten den Geldhäusern in diesem Jahr zugutekommen. Anleger blicken vor allem auf die Ausblicke der Institute – wichtige Signale auch für die Deutsche Bank.
Parallel dazu prognostizieren Analysten der Deutschen Bank für 2026 starke Zuflüsse in chinesische und südostasiatische Aktienmärkte. China befinde sich in einem bullischen Aufwärtszyklus, getrieben durch Liquiditätsunterstützung, verbesserte Unternehmensgewinne und eine politische Neuausrichtung hin zu Konsum und Reformen. Die Bank schätzt, dass eine Umschichtung von nur einem Prozentpunkt durch große Fonds etwa 270 Milliarden Dollar an Zuflüssen generieren könnte.
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