Flache Erlöse in der Investmentbank, ein DAX unter Druck durch steigende Energiepreise — die Deutsche Bank kämpft zum Jahresauftakt mit einer ungewöhnlichen Kombination aus internem und externem Gegenwind. Die Aktie verlor heute rund 2,5 Prozent und notiert damit fast 24 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom 5. Januar.
Was das erste Quartal belastet
CEO Christian Sewing hatte auf der Morgan-Stanley-Konferenz in London bereits vor flachen Gesamterlösen im Investmentbanking für Q1 gewarnt. Steigende Einnahmen aus Emissions- und Beratungsgeschäften können demnach die Rückgänge im Festzinsbereich nicht vollständig ausgleichen — die hohe Vergleichsbasis aus dem ersten Quartal 2025 tut ihr Übriges.
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Hinzu kommt der geopolitische Kontext: Der anhaltende Iran-Krieg hat die Energiepreise in den vergangenen fünf Wochen deutlich nach oben getrieben und den DAX mehr als zehn Prozent von seinem Jahreshoch entfernt. Banken und Industriewerte leiden in diesem Umfeld besonders stark. Die Deutsche Bank ist damit kein Einzelfall, sondern Teil einer breiten Sektorbewegung.
Jahresprognose und strategischer Umbau
Trotz des kurzfristigen Gegenwinds hält das Institut an seinen Zielen für 2026 fest. Die Konzernerlöse sollen bei rund 33 Milliarden Euro liegen, die Aufwand-Ertrag-Relation unter 65 Prozent bleiben. Sewing hatte bei der Vorlage des Geschäftsberichts betont, 2025 sei das profitabelste Jahr in der Geschichte der Deutschen Bank gewesen — alle gesetzten Finanzziele seien erreicht oder übertroffen worden.
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Parallel läuft ein Führungswechsel: Zum 1. Mai rückt Stefan Hoops, bisher CEO der DWS, in den Vorstand für Asset Management. Marie-Jeanne Deverdun übernimmt die Rolle als Chief Technology, Data and Innovation Officer. Strategisch hat die Bank die Phase „Scaling the Global Hausbank“ für 2026 bis 2028 ausgerufen — mit dem erklärten Ziel, europäischer Champion zu werden. Die Ausschüttungsquote soll ab 2026 von 50 auf 60 Prozent steigen, mit der Option auf zusätzliche Kapitalrückgaben bei einer CET1-Quote nachhaltig über 14 Prozent.
Am 29. April legt die Deutsche Bank die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich, ob Sewings Warnung vor flachen Erlösen zutrifft — und wie stark Nettozinserträge sowie Kreditrisikovorsorge unter dem veränderten Zinsumfeld gelitten haben.
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