Deutsche Pfandbriefbank Aktie: Citadel erhöht Short auf 1,42 Prozent

Hedgefonds Citadel hält Short-Position von 1,42 Prozent. Der Immobilienfinanzierer leidet unter US-Rückzug und Gewinneinbruch.

Deutsche Pfandbriefbank Aktie
Kurz & knapp:
  • Citadel erhöht Short-Anteil
  • Aktie verliert 38 Prozent in zwölf Monaten
  • Rückzug aus US-Markt belastet Bilanz
  • Neue Strategie soll Wende bringen

Citadel Advisors erhöht den Druck. Der Hedgefonds hält eine Short-Position von 1,42 Prozent an der Deutschen Pfandbriefbank. Damit spekuliert einer der mächtigsten Marktakteure weiterhin auf fallende Kurse beim Immobilienfinanzierer.

Die Skepsis der Leerverkäufer spiegelt sich im Chart wider. Seit Jahresbeginn verlor das Papier über 16 Prozent an Wert. Auf Jahressicht beträgt das Minus sogar rund 38 Prozent.

Rückzug aus den USA belastet

Das Management zieht radikale Konsequenzen aus der Krise am US-Gewerbeimmobilienmarkt. Die Bank stellt das dortige Geschäft vollständig ein. Ein Portfolio von rund 4,1 Milliarden Euro wird nun schrittweise abgebaut.

Dieser Prozess kostet viel Geld. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte der Vorsteuergewinn auf 6 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 28 Millionen Euro.

Vor allem das Zinsergebnis leidet unter dem schwierigen Umfeld. Es sank im Jahresvergleich von 107 Millionen auf 84 Millionen Euro.

Umbau gegen den Abwärtstrend

Die Bank setzt nun auf Diversifikation. Seit Januar gehört die Deutsche Investment-Gruppe vollständig zum Konzern. Die neue Sparte steuerte bereits 11 Millionen Euro zum operativen Ergebnis bei.

Mit der „Strategie 2027“ will der Vorstand das Geschäft mit Provisionen ausbauen. Parallel dazu bestätigte die Bank ihre Ziele für das laufende Jahr. Der operative Gewinn soll zwischen 375 und 425 Millionen Euro liegen.

Die Ratingagentur S&P bleibt jedoch vorsichtig. Sie bestätigte zwar die Einstufung BBB-, behält aber den negativen Ausblick bei.

Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 8 Prozent verschiebt sich auf das Jahr 2028. Die Bank braucht Zeit für die Neuausrichtung.

An der Börse herrscht derweil Ernüchterung. Mit einem Schlusskurs von 3,49 Euro notiert die Aktie deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 4,05 Euro.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.