Die Deutsche Pfandbriefbank kehrt dem US-Markt den Rücken. Bis Ende 2026 soll das Portfolio in den Vereinigten Staaten massiv schrumpfen. Dieser Rückzug prägt die aktuelle Strategie des Spezialfinanzierers.
Stabilisierung in Europa
Der Verband deutscher Pfandbriefbanken sieht eine wachsende Kluft zwischen den Kontinenten. Während US-Gewerbeimmobilien weiter unter Druck stehen, festigen sich die europäischen Kernmärkte. Die Bank nutzt diesen Trend für ihre Neuausrichtung.
Das Institut treibt die Portfolio-Reduzierung voran. Ziel ist der fast vollständige Rückzug aus der US-Gewerbeimmobilienfinanzierung. Damit will die Bank Belastungen aus riskanten Darlehen minimieren. Parallel dazu finanziert das Haus verstärkt Logistikprojekte in Prag und Warschau.
Neugeschäft legt zu
Trotz des Umbaus wächst das operative Volumen. Im ersten Quartal stieg das Neugeschäft auf 1,3 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,1 Milliarden Euro. Die Mehrheitsübernahme der Deutsche Investment Gruppe stützte dieses Wachstum.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management ein Volumen von bis zu 8,5 Milliarden Euro an. Die Ertragslage bleibt indessen dünn. Der Vorsteuergewinn erreichte zum Jahresstart lediglich 6 Millionen Euro. Das Management sieht sich dennoch innerhalb der eigenen Planungen.
Kursziel und Personalien
Die Aktie notiert aktuell bei 3,36 Euro. Das entspricht einem Minus von gut 19 Prozent seit Jahresbeginn. Analysten taxieren das durchschnittliche Kursziel auf 3,85 Euro. Die optimistischsten Schätzungen reichen dabei bis zu 5,50 Euro.
Nach der Hauptversammlung im Mai übernimmt Jan Kupfer den Aufsichtsratsvorsitz. Er soll den Fokus auf europäische Kernmärkte und grüne Finanzierungen schärfen. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand einen Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro.
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