Die Deutsche Rohstoff AG schaltet operativ einen Gang hoch. In den USA visiert die Tochter 1876 Resources eine neue Bestmarke bei der täglichen Förderung an. Parallel dazu sichert ein massiv ausgeweiteter Liefervertrag für die Wolfram-Produktion in Südkorea langfristige Einnahmen.

Ölförderung erreicht neuen Höchststand

Im US-Bundesstaat Wyoming läuft die Förderung auf Hochtouren. Das Unternehmen will noch im Juli die Marke von 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag knacken. Im ersten Quartal lag dieser Wert noch bei 12.300 Einheiten.

Das Marktumfeld spielt dem Konzern in die Karten. Der Preis für US-Leichtöl (WTI) klettert aktuell Richtung 78 US-Dollar. Steigende Preise treffen hier auf eine deutlich höhere Fördermenge.

Wolfram-Deal bringt Planungssicherheit

Fernab vom Ölgeschäft meldet die Beteiligung Almonty Industries wichtige Fortschritte. Der Abnahmevertrag für die südkoreanische Sangdong-Mine wurde deutlich verlängert. Die Laufzeit wächst von 15 auf nun 21 Jahre.

Das vertraglich gesicherte Volumen steigt im gleichen Schritt um 40 Prozent. Dieser Pakt deckt künftig rund 90 Prozent der geplanten Produktion ab.

Almonty rechnet mit einem jährlichen Umsatz von etwa 490 Millionen US-Dollar aus diesem Vertrag. Das bedeutet kalkulierbare Mehreinnahmen von mindestens 30 Millionen Dollar pro Jahr.

Aktie nähert sich technischem Signal

Die Börse reagiert bisher verhalten auf die operativen Erfolge. Die Aktie notiert aktuell bei 76,50 Euro. Das entspricht einem Tagesminus von gut einem Prozent.

Damit liegt das Papier deutlich unter dem Juni-Hoch von 117,80 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) nähert sich mit einem Wert von 37,0 jedoch dem überverkauften Bereich. Auf Jahressicht bleibt ein sattes Plus von fast 85 Prozent stehen.

Im August liefert der Halbjahresbericht die harten Fakten zu dieser Expansionsphase. Dann muss das Management die neuen Produktionsmarken offiziell bestätigen. Die hohe Sichtbarkeit bei den Wolfram-Erlösen stützt indes die langfristige Bewertung der Gruppe.