Die Deutsche Telekom blickt auf eine Woche der Wahrheit. In den kommenden Tagen prallen zwei zentrale Kursfaktoren aufeinander. Auf der einen Seite fordert die Gewerkschaft ver.di deutlich mehr Geld. Auf der anderen Seite liefert die wichtigste Tochtergesellschaft frische Zahlen. Das Timing ist brisant. Die Aktie verlor im letzten Monat über acht Prozent an Wert. Investoren suchen nun nach neuen Impulsen.
Tarifstreit trifft auf US-Ergebnisse
Am 27. April startet die zweite Verhandlungsrunde im aktuellen Tarifkonflikt. Ver.di verlangt für rund 60.000 Beschäftigte ein Lohnplus von 6,6 Prozent. Hinzu kommt ein jährlicher Bonus von 660 Euro.
In der ersten Runde legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Die Telekom muss die Kosten streng im Blick behalten. Das Management peilt für 2026 einen freien Cashflow von rund 19,8 Milliarden Euro an. Hohe Lohnabschlüsse könnten dieses Ziel gefährden.
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Einen Tag später rückt das operative Geschäft in den Fokus. T-Mobile US veröffentlicht am 28. April die Ergebnisse für das erste Quartal. Marktbeobachter achten besonders auf die jüngsten Preiserhöhungen im Festnetzbereich. Diese Zahlen gelten als starker Indikator für den Gesamtkonzern.
Technische Lage und Aktienrückkauf
An der Börse kämpft das Papier um Stabilität. Mit einem aktuellen Kurs von 29,59 Euro testet die Aktie exakt die 200-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von 29,1 signalisiert einen überverkauften Zustand.
Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm federt den Abwärtsdruck ab. Die Telekom hat die zweite Tranche für das Jahr 2026 gestartet. Bis Ende Juni fließen bis zu 550 Millionen Euro in eigene Papiere.
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Im Gesamtjahr will der Konzern eigene Aktien für rund zwei Milliarden Euro erwerben. Aktionäre profitierten bereits von der jüngsten Ausschüttung. Das Unternehmen zahlte Anfang April eine steuerfreie Dividende von exakt einem Euro.
Währungsrisiko bleibt bestehen
Neben den Lohnkosten belastet der schwache US-Dollar die Bilanz. Währungseffekte drückten das Ergebnis allein im vierten Quartal 2025 um rund 0,6 Milliarden Euro. Kurz gesagt: ein spürbarer Gegenwind.
Ob die operativen Zuwächse in den USA diese Lücke schließen, entscheidet sich am 28. April. Die T-Mobile-Zahlen liefern die Vorlage für die Telekom-Mutter. Der Dax-Konzern präsentiert seine eigenen Quartalsergebnisse dann am 13. Mai. Hält die US-Tochter ihr Wachstumstempo, dürfte das die Sorgen der Investoren dämpfen.
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