Auf der Hauptversammlung Anfang April lieferte Telekom-Chef Timotheus Höttges mehr als solide Geschäftszahlen — er nutzte die Bühne für eine grundsätzliche Kritik an der europäischen Regulierungspolitik. Seine Kernthese: Ohne Skalenvorteile keine digitale Souveränität.
Gleiche Dienste, gleiche Regeln
Höttges bemängelte die Ungleichbehandlung zwischen klassischen Telekommunikationsanbietern und Plattformdiensten wie WhatsApp oder Satellitenbetreibern. Während Telekommunikationsunternehmen strengen Auflagen unterliegen, agieren diese Wettbewerber weitgehend unreguliert. „Schon heute wachen Hunderte von Behörden über Europas Digitalindustrie. Und trotzdem plant Brüssel weitere Regulierung“, so Höttges wörtlich. Er forderte einheitliche Regeln nach dem Prinzip „gleiche Dienste, gleiche Regeln“ — und wandte sich explizit gegen Pläne zur Abschaltung des Kupfernetzes in Deutschland.
Als strategische Antwort auf die Herausforderungen präsentierte Höttges die KI-Fabrik des Konzerns in München. Das Modell richtet sich ausdrücklich auch an kleine und mittlere Unternehmen, mit voller Datenkontrolle und dem Versprechen „Made in Germany“. KI kommt laut Höttges bereits konzernweit zum Einsatz — von der Netzwartung bis zur Rechtsberatung.
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Starke Zahlen, ambitionierte Ziele
Das Geschäftsjahr 2025 verlief erfreulich. Der organische Konzernumsatz wuchs um 4,2 Prozent auf über 119 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL legte um 4,7 Prozent auf mehr als 44,2 Milliarden Euro zu. Für 2026 erwartet das Management ein weiteres EBITDA-Wachstum auf 47,4 Milliarden Euro sowie einen Anstieg des Ergebnisses je Aktie um zehn Prozent auf 2,20 Euro.
Die Aktionäre beschlossen eine Rekorddividende von 1,00 Euro je Aktie — elf Prozent mehr als im Vorjahr, ausgezahlt steuerfrei aus dem steuerlichen Einlagekonto. Parallel startete die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms 2026 mit einem Volumen von bis zu 550 Millionen Euro, geplanter Abschluss Ende Juni.
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Personalwechsel und technische Kursbewegung
Im Hintergrund gab es auch personelle Bewegung: Technikvorstand Dr. Abdurazak Mudesir legte sein Mandat mit sofortiger Wirkung nieder, um eine neue Rolle im Ausland anzutreten. CFO Illek übernimmt seine Aufgaben übergangsweise. Höttges selbst wurde bis Ende 2028 wiederbestellt.
Am 2. April vollzog die Aktie den regulären Dividendenabschlag, der den Kurs optisch um rund fünf Prozent drückte und das Papier knapp unter den 50-Tage-Durchschnitt bei rund 31,58 Euro schob. Marktbeobachter werten dies als technische Reaktion auf die Ausschüttung. Den nächsten konkreten Prüfstein liefern die Q1-Zahlen am 13. Mai 2026 — dann wird sich zeigen, ob die Wachstumsguidance für das laufende Jahr im Plan liegt.
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