Die Deutsche Telekom-Aktie setzt ihren Abwärtstrend fort und markierte am Mittwoch den tiefsten Stand seit November. Seit Mitte Januar haben die Papiere bereits über acht Prozent an Wert verloren – das jüngste Minus von 1,2 Prozent am Mittwoch unterstreicht die angespannte Lage. Was die Bären derzeit antreibt, sind regulatorische Risiken auf gleich mehreren Ebenen.
Brüssel plant massive Marktreform
Die EU-Kommission hat in Straßburg weitreichende Pläne für den europäischen Telekommunikationsmarkt vorgestellt. Kernstück: Bis spätestens 2035 sollen alte DSL-Verbindungen auf Kupferkabeln EU-weit durch moderne Glasfaser-Anschlüsse ersetzt werden. Die Mitgliedstaaten müssen dafür bis 2029 verbindliche Umsetzungspläne vorlegen.
Für die Telekom bedeutet das erhebliche Investitionen. Während die Brüsseler Behörde betont, dass Verbraucher durchgehend versorgt bleiben müssen, steigt der finanzielle Druck auf die Netzbetreiber. Ausnahmen soll es nur geben, wenn Glasfaser technisch oder wirtschaftlich nicht darstellbar ist.
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Frequenzvergabe wird komplett neu geregelt
Doch damit nicht genug: Die EU-Kommission räumte ein, dass Europa bei der 5G-Einführung hinter internationalen Konkurrenten zurückgeblieben ist. Bei der kommenden 6G-Generation soll das nicht wieder passieren. Die Lösung? Eine vereinheitlichte, unbefristete Vergabe von Mobilfunkfrequenzen – ein klarer Bruch mit bisherigen Praktiken. Die 2019 versteigerten deutschen Lizenzen laufen beispielsweise bis 2040.
Bundesnetzagentur verschärft den Druck
Parallel zur EU-Initiative setzt auch die Bundesnetzagentur die Telekom unter Zugzwang. Ein am Montag vorgelegtes Konzeptpapier sieht eine lokale Abschaltpflicht für veraltete DSL-Leitungen vor. Barclays-Analyst Mathieu Robilliard warnt vor den kombinierten regulatorischen Risiken aus Brüssel und Berlin – eine Belastung, die der Aktienkurs bereits deutlich reflektiert.
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Zusätzlich sorgt die geplante Verbannung chinesischer Ausrüster wie Huawei und ZTE aus europäischen Netzen für Unsicherheit. Diese Maßnahme könnte weitere Investitionen und Umbauten erforderlich machen.
Die Börse reagiert ungnädig auf diese Gemengelage aus steigenden Kosten und regulatorischen Unsicherheiten. Ob die Aktie kurzfristig einen Boden findet, dürfte davon abhängen, wie konkret die EU-Pläne werden – und welche Übergangsfristen die Telekom für die anstehenden Investitionen erhält.
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