T-Systems übernimmt die Recheninfrastruktur für Europas ambitioniertestes Sprachmodell-Projekt — ein Auftrag im zweistelligen Millionenbereich, der die KI-Strategie der Telekom-Tochter mit konkreten Zahlen untermauert. Gleichzeitig kämpft die Aktie mit breitem Marktgegenwind, der die positiven Nachrichten vorerst überlagert.
Souveränes KI-Modell: T-Systems liefert die Basis
Die Leibniz Universität Hannover hat T-Systems mit dem Aufbau der technischen Infrastruktur für das Forschungsprojekt SOOFI beauftragt. Ziel ist die Entwicklung eines Large Language Model mit rund 100 Milliarden Parametern — vollständig in Europa betrieben und trainiert, als Alternative zu KI-Systemen aus den USA und China. Sechs deutsche Forschungseinrichtungen und zwei Start-ups arbeiten daran mit.
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Ab März 2026 stehen rund 130 NVIDIA DGX B200 Systeme mit über 1.000 GPUs exklusiv für das Projekt bereit. Das Rechenzentrum gehört zu einer der größten KI-Fabriken Europas, mit einer Gesamtrechenleistung von 0,5 ExaFLOPS und rund 20 Petabyte Speicherkapazität. T-Systems verantwortet dabei nicht nur die Hardware, sondern auch Konnektivität, Cybersecurity und regulatorische Konformität nach deutschem und europäischem Recht. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit rund 20 Millionen Euro.
JPMorgan erhöht Kursziel
Frische Analystenunterstützung kommt von JPMorgan. Analyst Akhil Dattani hob das Kursziel von 40,00 auf 41,50 Euro an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Er verwies auf die außergewöhnliche Sektorentwicklung: Der europäische Telekomsektor habe seit Anfang 2024 doppelt so stark zugelegt wie der Gesamtmarkt, das erste Quartal 2026 sei relativ zum Markt das stärkste seit 24 Jahren. Deutsche Telekom bleibt dabei einer der JPMorgan-Favoriten im Sektor — neben BT Group, Orange und Tele2 — mit Verweis auf günstige Bewertung und solide Cashflow-Perspektiven.
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Marktdruck überschattet positive Impulse
Der Kurs reagiert auf diese Meldungen dennoch nicht. Mit einem Wochenminus von über fünf Prozent spiegelt die Aktie die allgemeine DAX-Schwäche wider, getrieben von geopolitischen Spannungen und Energiepreissorgen. Seit Jahresanfang steht trotz des jüngsten Rücksetzers noch ein Plus von rund 13 Prozent zu Buche — eine solide Ausgangsbasis, die zeigt, wie weit der Titel vom operativen Geschäft entkoppelt durch Makrofaktoren bewegt wird.
Zwei Termine dürften nun für Orientierung sorgen: Am 1. April findet die Hauptversammlung statt, auf der eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorgeschlagen ist. Am 13. Mai folgen die Quartalszahlen — und damit erste Hinweise, ob sich der SOOFI-Auftrag bereits in den Cloud-Umsätzen der T-Systems-Sparte niederschlägt.
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