Die Deutsche Telekom liefert operative Stärke, doch die Börse reagiert verschnupft. Während der Konzern mit den Zahlen für 2025 die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertraf, sorgt ein Detail im Ausblick für das Jahr 2026 für Unruhe. Warum schicken Anleger die Aktie trotz Rekordwerten bei der US-Tochter ins Minus?
Operative Stärke trifft auf Cashflow-Sorgen
Der Bonner Telekommunikationsriese präsentierte am Donnerstag robuste Zahlen. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Konzernumsatz um 2,5 Prozent auf 31,72 Milliarden Euro und ließ damit den Analystenkonsens hinter sich. Auch das bereinigte EBITDA AL überzeugte mit 10,83 Milliarden Euro.
Doch die positive Stimmung kippte mit dem Blick auf die Prognose für 2026. Zwar liegt das erwartete operative Ergebnis (EBITDA AL) mit rund 47,4 Milliarden Euro über den Schätzungen, doch beim Free Cashflow hinkt der Konzern den Erwartungen leicht hinterher. Das Management stellt hier rund 19,8 Milliarden Euro in Aussicht. Für Anleger, die besonders auf die Liquidität für Dividenden und Schuldenabbau achten, ist das ein Dämpfer. Die Aktie notiert in Folge dieser gemischten Signale heute bei 32,92 Euro und verliert 1,47 Prozent.
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US-Geschäft als Wachstumsmotor
Treibende Kraft bleibt unbestritten die US-Tochter T-Mobile US. Sie steuert inzwischen rund zwei Drittel des gesamten Konzernumsatzes bei und glänzte erneut mit massivem Kundenwachstum. Im Gesamtjahr 2025 gewann die Tochter 7,8 Millionen neue Postpaid-Kunden hinzu – deutlich mehr als im Vorjahr.
Diese Dynamik kaschiert teilweise die Herausforderungen auf dem heimischen Markt und in Europa, wo Währungseffekte zuletzt den bereinigten Nettogewinn im vierten Quartal belasteten.
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KI-Offensive und politische Hürden
Abseits der reinen Finanzkennzahlen forciert CEO Tim Höttges den technologischen Wandel. Mit der Eröffnung eines AI Cloud Centre in München und einer strategischen Partnerschaft mit Nvidia positioniert sich die Telekom als Anbieter souveräner Cloud-Dienste in Europa.
Gleichzeitig wächst der Frust über die Rahmenbedingungen. Höttges kritisierte die europäische Energiepolitik und fehlende Investitionsanreize scharf. Hohe Strompreise erschweren den rentablen Betrieb von Rechenzentren in Deutschland, während die EU-Regulierung laut Management US-Tech-Riesen weiterhin bevorzugt, indem sie keine Netzgebühren für deren massiven Datenverkehr vorsieht.
Das Fazit fällt gemischt aus: Die Deutsche Telekom beweist operative Exzellenz und profitiert enorm vom US-Geschäft, doch der vorsichtige Cashflow-Ausblick und widrige politische Rahmenbedingungen bremsen die Euphorie spürbar. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob der Konzern die Profitabilität seiner neuen KI-Sparte zügig unter Beweis stellen kann.
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