Einen Tag nach der Veröffentlichung war das Angebot bereits wieder verschwunden — und bei der Deutschen Telekom und der FIFA hatte es für erhebliche Irritationen gesorgt. Der Wettanbieter Tipico kündigte am 1. Mai an, alle Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft für seine Kunden per Livestream zugänglich zu machen. Ein direkter Angriff auf das Kerngeschäft der Telekom rund um die WM-Übertragungsrechte.
Wie Tipico in die WM-Rechte kam
Das Angebot war rechtlich nicht aus der Luft gegriffen. Die FIFA hat das britische Sporttechnologie-Unternehmen Stats Perform seit Januar als offiziellen Anbieter von Wettdaten und Streaming-Lizenzen für Sportwettenanbieter autorisiert. Stats Perform darf Sublizenzen vergeben — darunter offenbar auch an Tipico für den deutschen Markt. Die bewegten Bilder stammen laut FIFA aus dem „KI-gestützten Bet-LiveStream-Dienst“ des Unternehmens.
Die technischen Einschränkungen sind allerdings erheblich. Der Stream darf maximal auf der Hälfte eines Handydisplays oder einem Drittel eines anderen Bildschirms angezeigt werden — und die Auflösung liegt deutlich unter TV-Qualität.
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Telekom verteidigt ihr Exklusivprodukt
Ein Telekom-Sprecher reagierte scharf: „Diese Rechte für Wettanbieter werden separat vergeben und beinhalten allein eine Übertragung in geringerer technischer, inhaltlicher Qualität und Formatierung. Genaugenommen ist es keine TV-Qualität.“ Wer die WM „wirklich erleben“ wolle, komme an Magenta.TV nicht vorbei, so der Sprecher weiter.
Die Telekom überträgt alle 104 WM-Spiele, davon 44 exklusiv. ARD und ZDF haben Sublizenzen für 60 Partien erworben — darunter das Eröffnungsspiel, alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft und das Endspiel.
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Für die Telekom-Aktie bleibt der Vorfall ein Randthema. Der Kurs notiert bei 27,56 Euro und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 13 Prozent verloren — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 34,25 Euro beträgt knapp 20 Prozent. Das WM-Rechtepaket ist in diesem Umfeld eines der wenigen klaren Alleinstellungsmerkmale für Magenta.TV, das der Konzern verteidigen will.
Tipico hat das Angebot inzwischen von seiner Website entfernt. Ob es in modifizierter Form zurückkehrt oder ob der Vorfall rechtliche Konsequenzen nach sich zieht, ist offen. Die FIFA hat sich bislang nicht öffentlich zu möglichen Vertragsverletzungen geäußert.
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