Deutz hat die Übernahme von Maxi Trust Power abgeschlossen. Der brasilianische Hersteller von Gas- und Dieselgeneratoren gehört seit Montag vollständig zum Konzern. Was letzte Woche noch Vertragsunterzeichnung war, ist jetzt operative Realität.

40 Millionen Euro Zusatzumsatz erwartet

Der Zukauf soll rund 40 Millionen Euro zusätzlichen profitablen Umsatz bringen. Maxi Trust zählt zu den führenden Generatorenanbietern in Lateinamerika. Damit erweitert Deutz seine geografische Reichweite im Energy-Geschäft: Nach Frerk Aggregatebau in Europa und Blue Star Power Systems in Amerika ist nun der lateinamerikanische Markt abgedeckt.

Der Kaufpreis liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Finanziert wird die Übernahme über Fremdkapital. Konkrete Ergebniszahlen aus dem übernommenen Unternehmen nannte Deutz nicht.

500-Millionen-Ziel bis 2030

Das Management hält am strategischen Ziel fest: Bis 2030 soll der Umsatz im Energiebereich auf rund 500 Millionen Euro steigen. Organisches und anorganisches Wachstum zusammen. Maxi Trust ist ein weiterer Baustein auf diesem Weg.

Für Deutz verschiebt sich damit der Schwerpunkt. Neben Motoren und klassischem Maschinenbau rücken Generatoren, Notstromsysteme und dezentrale Energieversorgung stärker in den Vordergrund. Der Konzern baut das Energy-Geschäft konsequent per Zukauf aus.

Aktie reagiert verhalten

An der Börse blieb eine deutliche Reaktion aus. Die Deutz-Aktie notiert aktuell bei 10,21 Euro, ein Minus von 0,10 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 18,38 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten sind es 36,86 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 12,46 Euro Ende Februar ist die Aktie 18 Prozent entfernt. Der RSI liegt bei 38 — ein Wert, der auf nachlassenden Kaufdruck hindeutet. Die Volatilität bleibt mit annualisierten 45 Prozent hoch.

Investoren hatten die Transaktion offenbar bereits bei der Ankündigung eingepreist. Entscheidend wird nun die Integration. Wie schnell lässt sich Maxi Trust in das Energy-Geschäft einbinden? Und schlägt sich der erwartete Umsatz tatsächlich in messbaren Ergebnisbeiträgen nieder? Das Closing liefert den Umsatzrahmen. Die Antworten auf diese Fragen folgen in den kommenden Quartalen.