Digitalwirtschaft überholt deutsche Autobranche deutlich

Die Digitalwirtschaft erreicht 481,5 Milliarden Euro Wertschöpfung und übertrifft den Autobau deutlich. Mittelständler prägen den Sektor.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • 481,5 Milliarden Euro digitale Wertschöpfung
  • Digitalbranche übertrifft den Autobau deutlich
  • Mittelstand stellt 95 Prozent der Firmen
  • Mehr als 15 Millionen Beschäftigte einbezogen

Deutschlands wichtigster Wirtschaftsmotor trägt längst keinen Verbrennungsmotor mehr. Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von 481,5 Milliarden Euro erwirtschaftet die Digitalwirtschaft knapp zwölf Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Sie wiegt damit volkswirtschaftlich mehr als doppelt so schwer wie der Automobilbau, dessen Anteil an der Wertschöpfung üblicherweise bei 4,5 bis 5 Prozent liegt.

Das Bild einer Branche, die fast ausschließlich von großen US-Konzernen beherrscht wird, trifft auf den deutschen Markt nicht zu. Stattdessen tragen vor allem mittelständische Betriebe das Wachstum. Rund 95 Prozent der erfassten Digitalfirmen zählen zu den kleinen und mittleren Unternehmen.

Software, Plattformen und transformierter Handel

Die Basis des Sektors bilden rund 229.000 Unternehmen. Den Kern stellen 63.000 Betriebe dar, die mit reinen Digitalprodukten wie Software oder Plattformen rund 192 Milliarden Euro erwirtschaften.

Hinzu kommen Geschäftsmodelle wie der reine Online-Handel, die knapp 289 Milliarden Euro beisteuern. Bezieht man klassische Unternehmen mit tiefgreifender digitaler Transformation ein, betreibt fast jede vierte Firma im Land digitale Wertschöpfung.

Gemeinsam mit diesen transformierten Bereichen klettert die Gesamtwertschöpfung auf über 1,01 Billionen Euro. Der digitale Kern und die digital getriebenen Modelle sichern derweil rund neun Millionen Arbeitsplätze. Werden die transformierten Wirtschaftszweige eingerechnet, steigt diese Zahl auf mehr als 15 Millionen Beschäftigte.

Forderung nach neuen Rahmenbedingungen

Angesichts dieser Dimensionen dringt der Bundesverband Digitale Wirtschaft auf ein Umdenken in der Politik. Verbandspräsident Dirk Freytag fordert, Digitalpolitik direkt als Wirtschaftspolitik zu begreifen, da digitale Wertschöpfung das Fundament künftiger Wettbewerbsfähigkeit bilde. Für den Standort gehe es nun vor allem um bessere Rahmenbedingungen bei der Datennutzung sowie verlässliche Voraussetzungen für Investitionen und die Skalierung von Geschäftsmodellen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.