DocMorris Aktie: Kurs auf Breakeven

DocMorris verzeichnet starkes Wachstum bei rezeptpflichtigen Medikamenten und nähert sich der operativen Gewinnschwelle, während ein Großaktionär die Kontrolle über den Verwaltungsrat anstrebt.

DocMorris Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum im deutschen Rx-Segment um 30,4 Prozent
  • Operatives Ergebnis verbessert sich um fast 10 Millionen Franken
  • Polnischer Investor strebt Mehrheit im Verwaltungsrat an
  • Verwaltungsrat lehnt Anträge des Großaktionärs ab

Das erste Quartal 2026 liefert DocMorris gleich zwei Schlagzeilen auf einmal: solide Wachstumszahlen und ein handfester Machtkampf im Aktionariat. Beides zusammen sorgte heute Morgen im vorbörslichen Handel für deutliche Kursgewinne.

Rezeptpflichtige Medikamente als Wachstumsmotor

Der Außenumsatz stieg im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf 318,1 Millionen Franken — wechselkursbereinigt sogar um 10,7 Prozent. Analysten hatten mehr erwartet, doch das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten übertraf die Prognosen deutlich. Im deutschen Rx-Segment legte der Umsatz um 30,4 Prozent zu, mit monatlich anziehenden Wachstumsraten bis in den März hinein.

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Besonders auffällig: Die digitalen Dienste rund um TeleClinic, Retail Media und den Marktplatz wuchsen um 63,1 Prozent und leisteten bereits einen spürbaren Ergebnisbeitrag. Das operative Minus schrumpfte von 16,1 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf nun 6,3 Millionen Franken — eine Verbesserung von knapp 10 Millionen Franken innerhalb von zwölf Monaten. CFO Daniel Wüest sieht das Unternehmen damit klar auf Kurs, den EBITDA-Breakeven noch im laufenden Jahr zu erreichen. Den freien Cashflow will das Management spätestens 2027 in die schwarzen Zahlen führen.

Polnischer Investor greift nach dem Steuer

Parallel zu den Quartalszahlen hat DocMorris heute die Einladung zur Generalversammlung am 12. Mai in Zürich veröffentlicht — und dabei gleich eine ungewöhnliche Warnung ausgesprochen. Der polnische Investor Jacek Szwajcowski versucht über seine Gesellschaft CEPD N.V., die seit Frühjahr 2025 rund 15 Prozent der Aktien hält, drei eigene Kandidaten in den sechsköpfigen Verwaltungsrat zu entsenden und zusätzlich das Präsidium zu übernehmen. Damit würde er faktisch die Kontrolle über das Unternehmen erlangen — ohne ein förmliches Übernahmeangebot vorlegen zu müssen.

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Der Verwaltungsrat lehnt das klar ab und empfiehlt Aktionären, die eigenen Kandidaten Thomas Bucher, Nicole Formica-Schiller und Dr. Thomas Reutter zu wählen. Mehrfache Angebote, CEPD N.V. einen einzelnen Sitz anzubieten, wurden ignoriert. Über die strategischen Absichten und etwaige Verpflichtungen gegenüber Kreditgebern hat Szwajcowski bislang keine Auskunft gegeben.

Die Konstellation ist pikant: Gerade in einer Phase, in der DocMorris operativ endlich Fahrt aufnimmt, droht intern ein Richtungsstreit, der Ressourcen bindet und Unsicherheit schürt. Wer bis zum 7. Mai noch nicht im Aktienregister eingetragen ist, verliert sein Stimmrecht für die Versammlung — ein Detail, das angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse durchaus entscheidend werden könnte.

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