Doosan Enerbility meldet sich mit einem Kurssprung zurück. Nach einem Sturz auf das Jahrestief am Mittwoch dreht die Stimmung schlagartig. Ein massiver Zukauf der Muttergesellschaft im Halbleitersektor treibt die Käufer an.

Vernetzung für den KI-Boom

Die Doosan Corporation erwirbt für 2,3 Billionen Won eine Mehrheitsbeteiligung an SK Siltron. Damit sichert sich der Konzern den einzigen südkoreanischen Hersteller von Wafern. Diese Akquisition vervollständigt ein geplantes Infrastruktur-Ökosystem für Künstliche Intelligenz.

Der Konzern verknüpft künftig Halbleitermaterialien direkt mit seinen kleinen modularen Reaktoren (SMR). Parallel dazu liefert Doosan die passenden Gasturbinen und Automatisierungssysteme. Diese vertikale Integration soll den gewaltigen Energiehunger moderner Rechenzentren stillen.

Rekordaufträge und Gewinnplus

Operativ untermauert das Unternehmen den Aufschwung mit starken Quartalszahlen. Der Betriebsgewinn stieg im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 314,26 Milliarden Won. Damit lag das Ergebnis deutlich über den Prognosen der Analysten.

Hinzu kommt ein historischer Auftragsbestand. Dieser summierte sich Ende Juni auf den Rekordwert von 26,35 Billionen Won. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres sicherte sich Doosan neue Projekte über 7,12 Billionen Won.

Zuvor litt die Aktie unter globalen Korrekturen im Energiesektor. Der Kurs markierte bei 57.000 Won ein Jahrestief, was viele Anleger zum Einstieg nutzten. Experten von KB Securities sehen das Kursziel weiterhin bei 140.000 Won.

Die Produktion in Changwon ist bereits für die nächsten drei Jahre ausgelastet. Neben dem Gasturbinen-Geschäft rückt nun der Export von Reaktor-Komponenten für Kraftwerksprojekte in Tschechien in den Fokus. Zudem erweitert der Konzern seine Service-Netzwerke für Kraftwerke in Nordamerika.