Der Dow Jones zeigt nach drei Verlusttagen in Folge eine deutliche Reaktion. Mit einem Plus von 1,71 Prozent kletterte der Index auf 50.769,92 Punkte. Das Ziel: die Rückeroberung der psychologisch wichtigen 50.000er-Marke.

Chip-Rally und Software-Druck

Vor allem Halbleiterwerte treiben die Erholung an. Intel sticht mit einem Kursplus von 10,3 Prozent hervor. Die Bank of America hob die Aktie gleich um zwei Stufen auf „Buy“ an. Grund dafür ist eine massiv gestiegene Nachfrage nach Prozessoren für KI-Rechenzentren.

Weniger euphorisch verlief der Handel für Software-Konzerne. Enttäuschende Zahlen von Oracle belasteten den gesamten Sektor schwer. Salesforce verlor 2,35 Prozent, während Microsoft um 1,84 Prozent nachgab. Adobe markierte zeitweise ein Acht-Jahres-Tief.

Indes beruhigte sich die Lage im Nahen Osten. Die US-Regierung signalisierte das vorläufige Ende ihrer Militärschläge im Golf. Der Ölpreis der Sorte WTI pendelte sich daraufhin bei 90,59 US-Dollar ein. Diese Deeskalation stützte die Risikofreude der Marktteilnehmer.

Zinsen und Technik im Fokus

Neue Inflationsdaten fielen derweil heißer aus als erwartet. Die Erzeugerpreise stiegen im Mai um 1,1 Prozent, was die Jahresrate auf 6,5 Prozent hob. Dennoch blieben die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen bei 4,53 Prozent stabil.

Viele Akteure blicken bereits auf den morgigen Freitag. Dann steht der mit Spannung erwartete Börsengang von SpaceX an. Das Orderbuch soll bereits vierfach überzeichnet sein. Die Vorfreude auf dieses Ereignis sorgt für zusätzliche Liquidität im Markt.

Technisch hat sich das Bild deutlich aufgehellt. Der Index notiert nun wieder 1,58 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) stieg zeitgleich auf einen Wert von 53,4. Damit lässt der Dow Jones die überverkaufte Zone hinter sich.

Der Fokus liegt nun auf dem Schlussspurt vor dem Wochenende. Hält die Marke von 50.000 Punkten, rückt der nächste Widerstand bei 51.665 Zählern in den Blick. Das entspricht dem aktuellen 52-Wochen-Hoch.