Dow Jones: Rekordhoch erreicht – doch die Euphorie bröckelt

Der Dow Jones erreicht ein Allzeithoch, doch Gewinnmitnahmen und Unsicherheiten dämpfen die Stimmung. Ein globales Steuerabkommen bringt US-Konzernen Erleichterung.

Dow Jones Aktie
Kurz & knapp:
  • Dow Jones erreicht neues Allzeithoch
  • Gewinnmitnahmen belasten Futures
  • USA erzielen Zugeständnisse bei Mindeststeuer
  • Anleihemärkte zeigen erste Ermüdung

Der Dow Jones markierte am Montag ein neues Allzeithoch und legte um 1,23 Prozent zu. Energie- und Finanzwerte trieben den Index nach oben, nachdem US-Präsident Trump zu Investitionen im venezolanischen Ölsektor aufgerufen hatte. Die Marke von 50.000 Punkten rückt damit in greifbare Nähe. Doch bereits am Dienstag im frühen Handel zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen – die Futures rutschen ab.

Gewinnmitnahmen dämpfen die Stimmung

Was folgt auf den Rausch? Am Dienstag gaben die Dow Jones-Futures nach, belastet durch Gewinnmitnahmen und anhaltende wirtschaftliche sowie geopolitische Unsicherheiten. Auch an der Schweizer Börse, die zunächst neue Kursrekorde verzeichnet hatte, verließ die Anleger der Mut bereits bis zum Mittag wieder. Die Rede ist von „Angst vor der eigenen Courage“ – ein Zeichen dafür, dass selbst nach starken Kursanstiegen die Nervosität unter Investoren wächst.

Steuerabkommen bringt US-Konzernen Erleichterung

Abseits der reinen Kursbewegungen sorgt eine Einigung auf internationaler Ebene für Aufmerksamkeit. Die Trump-Administration erreichte am 6. Januar 2026 bedeutende Zugeständnisse beim globalen Mindeststeuerabkommen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verkündete einen aktualisierten Konsens, der zwei zentrale US-Forderungen erfüllt: Erstens werden andere Länder daran gehindert, amerikanische Unternehmen auf Basis der Annahme zu besteuern, diese zahlten zu wenig Steuern auf US-Geschäfte. Zweitens wird die Berechnung der Mindeststeuer günstiger für US-Steuergutschriften gestaltet, insbesondere für Forschung und Entwicklung.

Diese Änderungen dürften US-Konzerne vor zusätzlichen Steuerlasten schützen – ein Faktor, der langfristig die Gewinne stützen könnte. Die USA hatten 2025 noch gedroht, das Abkommen platzen zu lassen, doch blieben schließlich am Verhandlungstisch. Die sogenannte „Rachesteuer“ (Section 899), die viele ausländische Unternehmen getroffen hätte, wurde fallengelassen. Allerdings warnten die Vorsitzenden der Steuerausschüsse des Kongresses, Senator Mike Crapo und Abgeordneter Jason Smith, am 6. Januar 2026: Sollten andere Länder ihre Verpflichtungen verzögern, sei der Kongress bereit, „sofortige Maßnahmen zu ergreifen“.

Bleibt die Rallye nur ein Strohfeuer?

Der Bund-Future notierte am Dienstagmorgen 12 Ticks niedriger bei 127,25 Prozent – ein Signal dafür, dass sich die Anleihemärkte ebenfalls neu justieren. Die Frage bleibt: Kann der Dow Jones den Schwung ins neue Jahr mitnehmen oder war der Rekordlauf lediglich ein kurzes Aufbäumen? Die Mischung aus Gewinnmitnahmen, geopolitischen Risiken und der volatilen Reaktion auf Trumps Energiepolitik lässt Zweifel aufkommen. Anleger dürften in den kommenden Tagen genau beobachten, ob die 50.000-Punkte-Marke tatsächlich nachhaltig geknackt werden kann – oder ob die Luft schneller raus ist, als es vielen lieb ist.

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