Dow Jones: Trumps kühne Fed-Vision

US-Präsident Trump stellt ambitionierte Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft in Aussicht und kündigt eine expansive Geldpolitik unter seinem designierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh an.

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Kurz & knapp:
  • Trump nennt 15-Prozent-Wachstum als Ziel
  • Warsh soll Jerome Powell als Fed-Chef ablösen
  • Prognose übertrifft Weltbank-Schätzungen deutlich
  • Märkte erwarten expansivere Geldpolitik

Donald Trump hat große Pläne. In einem Interview mit Fox Business schwärmte der Präsident von seinem designierten Fed-Chef Kevin Warsh – und stellte Wachstumsprognosen auf, die selbst optimistische Ökonomen ins Grübeln bringen dürften. „Wenn er den Job macht, zu dem er fähig ist, können wir um 15 Prozent wachsen, ich denke, mehr als das“, so Trump über Warsh.

Zum Vergleich: Die Weltbank prognostiziert für die US-Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von lediglich 2,2 Prozent. Für 2027 soll es sich sogar auf 1,9 Prozent verlangsamen. Trumps Vision liegt damit um ein Vielfaches über den Einschätzungen der Experten.

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Zweite Wahl wird erste Wahl

Warsh war bereits 2017 im Rennen um den Fed-Vorsitz – damals unterlag er Jerome Powell. Eine Entscheidung, die Trump heute als „großen Fehler“ bezeichnet. Der Präsident macht keinen Hehl daraus, dass er Powell für die falsche Wahl hält und stattdessen auf Warsh setzt, um die amerikanische Wirtschaft auf einen deutlich expansiveren Kurs zu bringen.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Märkte ohnehin nervös auf geldpolitische Signale reagieren. Warsh gilt als erfahrener Finanzexperte mit guten Kontakten zur Wall Street. Ob er tatsächlich die von Trump erhofften Wachstumsraten ermöglichen kann, bleibt abzuwarten.

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Realismus trifft auf Ambitionen

Trumps 15-Prozent-Vision wirft Fragen auf: Selbst in Boomjahren erreicht die US-Wirtschaft selten Wachstumsraten über fünf Prozent. Zweistelliges Wachstum ist typischerweise nur in aufstrebenden Schwellenländern zu beobachten, nicht in ausgereiften Volkswirtschaften wie den USA. Die Äußerungen dürften daher eher als politisches Signal zu verstehen sein – eine klare Ansage, dass die neue Fed-Führung auf Wachstum und Expansion setzen soll.

Für die Märkte bedeutet das: Die Geldpolitik könnte unter Warsh expansiver ausfallen als unter Powell. Das wäre grundsätzlich positiv für Aktienindizes wie den Dow Jones, birgt aber auch Inflationsrisiken. Die Balance zwischen Wachstumsförderung und Preisstabilität wird zur zentralen Herausforderung.

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