Der US-Leitindex arbeitet sich an einer Zone ab, in der mehrere technische Hürden zusammenfallen. Zwischen 51.835 und 52.000 Punkten treffen Ichimoku-Wolke und wichtige gleitende Durchschnitte aufeinander. Am Freitagabend notiert der Dow Jones knapp unter dieser Schwelle bei rund 51.450 Punkten.

Erholung nach ruhigem Donnerstag

Der Donnerstag endete mit einem hauchdünnen Plus bei 50.926 Punkten. Sinkende Anleiherenditen sorgten für Entspannung, nachdem Fed-Vize Philip Jefferson erklärt hatte, es könne noch dauern, bis sich beurteilen lasse, ob weitere Zinserhöhungen nötig sind. Der S&P 500 gewann 0,19 Prozent, der Nasdaq 100 legte um 0,31 Prozent zu.

Am Freitagmorgen setzte sich die Erholung fort. Der Dow lag zeitweise 0,33 Prozent im Plus. Im Tagesverlauf kletterte er dann deutlich über die Marke vom Vorabend.

Belastend wirkt weiterhin der Ölpreis. Brent verteuerte sich am Donnerstag um mehr als 4 Prozent auf gut 102 Dollar. Der Markt preist damit offenbar ein, dass die Lieferketten bei einer Eskalation in der Golfregion anfällig bleiben.

Technisches Bild bleibt angeschlagen

Der übergeordnete Trend zeigt nach unten. Der Index bewegt sich in einem fallenden Kanal mit tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Die 200-Perioden-Linie verläuft bei etwa 52.913 Punkten und deckelt die Erholung zusätzlich.

Kurzfristig gibt es einen Lichtblick: Auf dem 5-Stunden-Chart hat sich ein bullishes MACD-Signal gebildet, begleitet von einer bullishen Umkehrkerze nach den jüngsten Tiefs. Das Handelsvolumen sinkt allerdings. Ausbruchsversuche könnten damit an Überzeugung fehlen.

Die wichtigsten Marken im Überblick:

  • Unterstützung: 50.860 Punkte (jüngstes Swing-Tief), darunter 50.000 Punkte
  • Seitwärtszone: 51.300 bis 51.700 Punkte
  • Widerstand: 51.850 bis 52.000 Punkte
  • Bullishes Signal: Schlusskurs über 52.000 Punkten

Der fallende Kanal ist nach technischer Lesart zu rund 80 Prozent durchlaufen. Das spricht für eine baldige Entscheidung in die eine oder andere Richtung.

Arbeitsmarktbericht als Katalysator

Am Nachmittag rückt der monatliche US-Arbeitsmarktbericht in den Fokus. Ökonomen erwarten eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Die Daten dürften die Zinsdebatte neu beleben und damit auch die Anleiherenditen bewegen.

Ein Schlusskurs im 5-Stunden-Chart unter 50.860 Punkten würde das Risiko eines größeren Rücksetzers erhöhen, mit 50.000 Punkten als nächstem Ziel. Gelingt dagegen ein Schluss oberhalb von 52.000 Punkten, würde sich das mittelfristige Bild zugunsten der Käufer drehen.