Der Dow Jones schloss die Handelswoche am Freitag mit einem Verlust von 0,17 % bei 49.359 Punkten ab. Während der S&P 500 (-0,06 % auf 6.940 Punkte) und der Nasdaq 100 (-0,07 % auf 25.529 Punkte) sich noch etwas besser hielten, blieb auch der US-Leitindex nicht vom leichten Abwärtsdruck verschont.

Trumps neue Zolloffensive belastet Märkte

Das bestimmende Thema in dieser Handelswoche sind die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Ab dem 1. Februar will Washington zusätzliche Abgaben von 10 % auf Importe aus acht europäischen Ländern erheben – darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Der Grund? Trump fordert ein Ende des Widerstands gegen eine mögliche US-Annexion Grönlands.

Die EU-Kommission reagierte prompt und kündigte Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 93 Milliarden Euro an, die ab dem 6. Februar greifen würden. Eine Eskalationsspirale, die niemand gebrauchen kann.

DAX reagiert nervös – Dow Jones bleibt ruhiger

Während der deutsche Leitindex zur Eröffnung am Montag mit einem Minus von 1,41 % auf 24.940 Punkte einbrach, hielt sich der Dow Jones zum Wochenschluss vergleichsweise stabil. Die US-Börsen scheinen die Zolldrohungen zunächst gelassener zu bewerten als ihre europäischen Pendants. Doch die Unsicherheit bleibt: Wer wird nach Venezuela das nächste Ziel von Trumps außenpolitischer Agenda?

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob sich die Märkte an Trumps forsche Tonart gewöhnen – oder ob weitere Turbulenzen bevorstehen.