Der Absturz war brutal. Seit dem Hoch im vergangenen Herbst hat DroneShield massiv an Wert verloren. Nun sendet das Anti-Drohnen-Unternehmen erste Lebenszeichen. Eine strategische Offensive in Europa und den USA stützt den Kurs.
In den vergangenen sieben Handelstagen kletterte das Papier um gut fünf Prozent. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 1,49 Euro. Damit notiert der Titel im laufenden Jahr noch immer 25 Prozent im Minus.
Aus technischer Sicht entspannt sich die Lage. Der Relative-Stärke-Index liegt aktuell bei knapp 39. Der extrem überverkaufte Zustand der Vorwochen baut sich langsam ab.
Ausbau in Europa
Im Fokus des Managements steht derzeit der europäische Markt. DroneShield kooperiert nun mit dem Spezialisten Defenture. Die Unternehmen integrieren gemeinsam Anti-Drohnen-Technik auf militärischen Fahrzeugen. Dies stärkt das mobile Angebot für europäische und NATO-Streitkräfte.
Die lokale Produktion läuft ebenfalls an. Das neue Werk in Amsterdam liefert seit Juni erste Hardware aus. Parallel dazu stärkt der Konzern seine Lieferketten in Deutschland und Polen. Das Ziel: eine souveräne europäische Fertigung.
US-Vertrag bringt Millionen
Auf dem nordamerikanischen Markt verbucht DroneShield ebenfalls Erfolge. Das US-Verteidigungsministerium vergab einen Vertrag über 25 Millionen Dollar an die Australier. Die Sensoren lassen sich reibungslos in bestehende Plattformen der US-Kunden integrieren.
Eine erfolgreiche Demonstration innerhalb der DroneArmor-Software von Parsons belegt diese Kompatibilität. Eine weitere Partnerschaft mit Overland AI bringt die Systeme zudem auf unbemannte Bodenfahrzeuge.
Die operative Entwicklung nimmt deutlich Fahrt auf. Dennoch bleibt das Papier mit einer annualisierten Schwankungsbreite von fast 72 Prozent hochgradig volatil. Die nächste Bewährungsprobe steht bereits fest. Die anstehenden Halbjahreszahlen müssen belegen, dass die neuen Allianzen harten Umsatz generieren.
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