Rekordumsätze, volle Kassen und ein boomender Markt für Drohnenabwehr. Eigentlich läuft es bei DroneShield rund. Nun ermittelt die australische Finanzaufsicht ASIC. Die Behörde nimmt umstrittene Aktiengeschäfte des ehemaligen Managements ins Visier.

Brisante Aktiengeschäfte im November

Die Ermittler fokussieren sich auf Ereignisse aus dem November 2025. Der damalige CEO Oleg Vornik, Chairman Peter James und Direktor Jethro Marks verkauften in diesem Zeitraum massiv eigene Aktien. Die Führungskräfte stießen Papiere im Wert von rund 70 Millionen Australischen Dollar ab.

Auffällig ist das Timing dieser Verkäufe. DroneShield meldete am 10. November einen Regierungsauftrag aus den USA über 7,6 Millionen Dollar. Wenige Stunden später zog das Unternehmen die Mitteilung zurück. Die Begründung: ein administrativer Fehler.

Die ASIC prüft nun einen möglichen Zusammenhang. Sie untersucht, ob das Management gegen Insiderregeln und Publizitätspflichten verstoßen hat. DroneShield kooperiert nach eigenen Angaben vollumfänglich mit der Behörde.

Neues Management, starkes Wachstum

Das Unternehmen zog bereits personelle Konsequenzen. Vornik trat im April 2026 als CEO zurück. James verlässt den Vorstand Ende Mai. Der bisherige Produktchef Angus Bean leitet nun die Geschäfte.

Operativ zeigt sich der Konzern unbeeindruckt. Im ersten Quartal stiegen die Kundeneinnahmen um 360 Prozent auf einen Rekordwert. DroneShield beendete das Jahresviertel schuldenfrei mit gut 222 Millionen Dollar an Barmitteln.

An der Börse überwiegt aktuell die Skepsis. Die Aktie verlor auf Wochensicht rund 13 Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 2,01 Euro notiert das Papier mittlerweile unter der 50-Tage-Linie. Fällt der Preis weiter, droht ein charttechnischer Test des langfristigen Aufwärtstrends.