Der australische Rüstungselektronik-Spezialist DroneShield stellt die Weichen für die nächste Phase der globalen Unternehmensskalierung. Mit Wirkung zum 2. November tritt Rebecca Lowde die Position des Chief Financial Officer an.

Das Unternehmen holt damit eine Führungskraft an Bord, die über drei Jahrzehnte Erfahrung in Vorstands- und Finanzrollen im Technologiesektor verfügt. An den europäischen Handelsplätzen notiert das Papier im vorbörslichen Handel mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 1,07 Euro.

Erfahrene Tech-Managerin steuert globales Wachstum

Lowde leitete zuletzt die Finanzen des zu KKR gehörenden Softwareanbieters MYOB, wo sie unter anderem Schuldenrefinanzierungen und den EBITDA-Ausbau verantwortete.

Zuvor begleitete sie als Finanzchefin und Personalvorständin des Zahlungsdienstleisters Afterpay eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Dollar sowie die spätere Übernahme durch den US-Konzern Block für 39 Milliarden Dollar. Bei DroneShield soll sie die Bereiche Transformation, Kapitalmanagement, Fusionen und Übernahmen sowie Risikoüberwachung lenken.

Sie folgt auf Carla Balanco, die das Unternehmen nach mehr als acht Jahren verlässt. Balanco trat 2018 bei DroneShield ein und stieg 2019 zur Finanzchefin auf. In dieser Zeit baute sie die internen Finanzkontroll-, Treasury- und Compliance-Strukturen auf, die den Aufstieg des Unternehmens vom Start-up zum international agierenden Abwehrspezialisten begleiteten.

Erstauftrag für neues Aufklärungssystem RfRecon

Parallel zum personellen Ausbau der Führungsebene verzeichnet der Spezialist für Drohnenabwehr einen operativen Meilenstein bei seiner Sensorik. Das Unternehmen sicherte sich den ersten Auftrag für das neue, auf künstlicher Intelligenz basierende System RfRecon. Der Abnehmer ist ein bestehender westeuropäischer Militärkunde.

Die Hardware soll noch vor Ende des Jahres 2026 ausgeliefert werden. Obwohl das finanzielle Volumen des Auftrags gering ausfällt, gilt die Bestellung als wichtiger Nachweis für die Funktionsfähigkeit der nächsten Produktgeneration im europäischen Verteidigungssektor.

Wachsender Auftragsbestand trifft auf Ausbaukosten

DroneShield operiert in einem dynamischen Marktumfeld. Für das Geschäftsjahr 2027 und darüber hinaus stehen bereits 46 Millionen Dollar an vertraglich gebundenen Umsätzen in den Büchern.

Gleichzeitig fordern die hohen Ausgaben für die internationale Expansion ihren Tribut. Vor gut drei Wochen wies DroneShield in der Bilanz des ersten Halbjahres trotz eines kräftigen Umsatzsprungs einen negativen operativen Ertrag aus. Niedrigere Bruttomargen und gestiegene Fixkosten drückten das operative Ergebnis ins Minus.

Mit einem Barbestand von 180 Millionen Dollar und vollständiger Schuldenfreiheit verfügt das Unternehmen jedoch über das nötige Kapitalpolster, um den Ausbau der Produktions- und Lieferkapazitäten weiter zu finanzieren. Der Marktwert des Unternehmens beläuft sich auf 989,50 Millionen Euro.