Der australische Rüstungskonzern DroneShield bringt seine Produktion nach Europa. Pünktlich zur Rüstungsmesse Eurosatory in Paris rollen die ersten lokalen Drohnenabwehrsysteme vom Band. Vertriebschef Louis Gamarra will verbündete Nationen künftig direkt mit regionalen Systemen versorgen. Die Folge: kürzere Lieferketten und eine direkte Anbindung an europäische Verteidigungsbudgets.
Bislang fertigte das Unternehmen seine C-UAS-Lösungen primär in Australien. Nun spiegelt DroneShield diese Kapazitäten auf dem europäischen Kontinent. Die neuen Anlagen ergänzen das kürzlich eröffnete Hauptquartier in Amsterdam. Damit positioniert sich der Konzern strategisch für das EU-Programm Readiness 2030. Dieses Rahmenwerk soll die industrielle Verteidigungskapazität der Mitgliedsstaaten massiv ausbauen.
Parallel dazu schmiedet das Management neue Allianzen. Auf der Messe verkündete DroneShield eine Partnerschaft mit dem Fahrzeugspezialisten Defenture. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen mobile Abwehrsysteme. Dabei verschmilzt die Technologie der Australier mit den Trägerfahrzeugen von Defenture. Das Resultat sind hochmobile Kommandozentralen für moderne Einsatzszenarien.
An der Börse verpufft die operative Dynamik derzeit. Die Aktie notiert aktuell bei 1,68 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Rückgang von gut 15 Prozent. Damit bewegt sich der Kurs deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,01 Euro.
Auf lange Sicht zeigt der Trend nach oben. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von knapp 59 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,65 Euro bleibt der Wert aktuell allerdings weit entfernt.
Die lokale Produktion verschafft DroneShield einen strategischen Vorteil bei europäischen Regierungsaufträgen. Das Unternehmen erfüllt damit die strengen Anforderungen an regionale Lieferketten. Die anstehenden Auftragsvergaben der EU-Staaten entscheiden nun direkt über die Auslastung der neuen Anlagen.
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