121 Prozent Umsatzwachstum im Jahresvergleich, null Schulden, ein neuer CEO — und jetzt ein umfassendes Software-Update für die Kernsysteme. DroneShield liefert gerade auf mehreren Fronten gleichzeitig.

KI-Upgrade für die Drohnenabwehr

Am 4. Mai veröffentlichte das australische Verteidigungsunternehmen sein Q2-2026-Softwarepaket. Im Mittelpunkt stehen Verbesserungen an den KI-gestützten Erkennungssystemen, die unbemannte Flugobjekte in umkämpften Umgebungen identifizieren und klassifizieren sollen. Das DroneSentry-X Mk2 sowie weitere Handgeräte erhalten dabei eine verbesserte Interoperabilität.

Neu ist außerdem ein aktualisiertes ATAK-CIV-Plugin, das Counter-UAS-Daten direkt in taktische Karten von Militär und Strafverfolgungsbehörden einspeist. Die Command-and-Control-Plattformen wurden überarbeitet, um die Fusion von Daten aus mehreren Sensoren effizienter zu gestalten — ein zentrales Merkmal moderner Schichtverteidigungssysteme.

Rekordquartal als Rückenwind

Das Update kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Zahlen stimmen. Im ersten Quartal 2026 erzielte DroneShield einen Rekordumsatz von 74,1 Millionen australischen Dollar — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der SaaS-Anteil am Umsatz erreichte knapp sieben Prozent, was die angestrebte Transformation hin zu wiederkehrenden Erlösen unterstreicht.

Die Liquiditätsposition ist komfortabel: Zum Ende des ersten Quartals hielt das Unternehmen über 220 Millionen australische Dollar in bar, ohne jegliche Verschuldung. Unter dem neuen CEO Angus Bean, der Anfang April seinen Posten antrat, peilt DroneShield bis 2030 einen wiederkehrenden Umsatzanteil von 30 Prozent an.

Bewertung und Marktperspektive

Die DroneShield-Aktie notiert aktuell bei 2,30 Euro und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 228 Prozent zugelegt. Analysten sehen weiteres Potenzial: Eine aktuelle Kaufempfehlung nennt ein Kursziel von 4,80 australischen Dollar.

Das Unternehmen hat angekündigt, ab 2026 nur noch Einzelaufträge ab 20 Millionen australischen Dollar öffentlich zu kommunizieren — ein Zeichen dafür, dass das Auftragsvolumen im kleineren Segment deutlich zugenommen hat. Wie schnell DroneShield die Produktionskapazitäten hochskalieren kann, dürfte maßgeblich beeinflussen, ob die aktuelle Bewertung von rund 3,5 Milliarden australischen Dollar mittelfristig Bestand hat.