Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei DroneShield klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Der Spezialist für Anti-Drohnen-Technologie baut seine Systeme nun direkt in Europa. Dieser Schritt soll neues Wachstum bringen.

Produktion vor Ort

Pünktlich zur Rüstungsmesse Eurosatory in Paris meldet das Unternehmen Vollzug. Die ersten europäischen Abwehrsysteme rollen vom Band. Sie bieten die gleiche Leistung wie die australischen Originale. DroneShield nutzt dafür lokale Auftragsfertiger. Das stärkt die regionalen Lieferketten.

Europa rüstet massiv auf. Initiativen wie der ReArm Europe Plan spülen Milliarden in den Verteidigungssektor. DroneShield positioniert sich hier strategisch. Bereits im März eröffnete der Konzern sein europäisches Hauptquartier in Amsterdam. Weitere Produktionsstätten sollen folgen.

Volle Kassen, schwacher Kurs

Die Bilanzen stützen den Expansionskurs. Im Auftaktquartal sprang der Umsatz um 121 Prozent auf gut 74 Millionen Australische Dollar. Die Kassen sind prall gefüllt. Das schuldenfreie Unternehmen sitzt auf Barreserven von fast 223 Millionen Dollar.

An der Börse verpufft diese operative Stärke. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 1,67 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 16 Prozent auf der Anzeigetafel. Vom Rekordhoch im vergangenen Oktober ist das Papier meilenweit entfernt.

Technisch sieht es düster aus. Der Kurs notiert knapp 17 Prozent unter der wichtigen 50-Tage-Linie. Ein überverkaufter RSI von 35,7 signalisiert zwar kurzfristiges Erholungspotenzial. Ohne neue Großaufträge aus Europa dürfte ein nachhaltiger Trendwechsel jedoch schwerfallen.