Am Freitag legte die Aktie von DSV um 2,7 % zu und beendete den Handel bei 160,55 €. Für den Kursanstieg zum Wochenausklang lag keine unternehmensspezifische Begründung vor. Parallel dazu wurde bekannt, dass der dänische Logistikkonzern seine operative Aufstellung im US-Bundesstaat Missouri anpasst.

Schließung in St. Louis und Stellenabbau

Laut einer behördlichen Mitteilung nach dem WARN-Gesetz plant die Sparte DSV Contract Logistics, den Betrieb an einem Kundenstandort in St. Louis einzustellen. Infolge dieser Maßnahme werden voraussichtlich rund 84 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Der Beginn des Abbaus ist für den 5. Dezember 2026 oder innerhalb der darauffolgenden zwei Wochen terminiert.

Medienberichten zufolge stand dieser operative Schritt in keinem direkten Zusammenhang mit der Kursbewegung der Aktie. Die Schließung betrifft gezielt den Standort eines einzelnen Auftraggebers in den Vereinigten Staaten.

Immobilienverkauf und Rückmietung in Schweden

Neben den Schritten auf dem US-Markt schloss DSV am Mittwoch eine Liegenschaftstransaktion in Nordeuropa ab. Das Unternehmen veräußerte eine voll vermietete Logistikanlage in Stockholm an das Immobilienunternehmen Logistea. Das Volumen der Sale-and-Lease-Back-Transaktion beläuft sich auf 950 Millionen SEK.

Im Rahmen der Vereinbarung bleibt die Tochtergesellschaft DSV Road AB Mieter des Objekts. Der geschlossene Mietvertrag sieht eine feste Laufzeit von sieben Jahren vor. Damit sichert sich der Transportkonzern die fortlaufende Nutzung des schwedischen Logistikstandorts und setzt gleichzeitig gebundenes Kapital frei.

Anleger fordern Klarheit bei Schenker-Integration

Gleichzeitig sieht sich das Management mit Gegenwind aus dem Investorenlager konfrontiert. Medienberichten zufolge verlor DSV in der Straßentransportsparte Road im Zuge der Integration von Schenker mehr Kunden als ursprünglich in Aussicht gestellt. Das genaue Gesamtausmaß der verlorenen Frachtaufträge blieb unklar.

Investoren und Fonds forderten DSV am Dienstag auf, die Schwierigkeiten in der Sparte Road zügig zu beheben und die Kundenabgänge einzudämmen. Zugleich verlangten die Anteilseigner eine vorsichtigere Kommunikation bezüglich des Integrationsverlaufs. Am Donnerstag hatte die Aktie mit 153,70 € ein neues 52-Wochen-Tief markiert, ehe am Freitag die Gegenbewegung einsetzte.