E-Mobility-Trend: Elektrobusse im öffentlichen Nahverkehr

Gewinner und Verlierer der E Auto Revolution
Gewinner und Verlierer der E Auto Revolution
 

Dieser Trend ist nicht nur im privaten Sektor der Automobilindustrie zu spüren. E-Mobility setzt sich immer weiter durch und bestimmt vielleicht schon bald unser Stadtbild. Welche Chancen bieten sich in dieser Entwicklung?

 

E-Mobility als Chance

 

Eine Chance, sich als Verkehrsunternehmen neu zu positionieren und den Aktienwert zu steigern. In Zeiten von steigendem Umweltbewusstsein denken nicht nur Privatleute um, sondern auch viele Firmen überdenken ihre Firmenpolitik. Ob dabei immer die selben „Gutmenschgedanken“ eine Rolle spielen wie bei Privatpersonen, lassen wir mal dahingestellt. Aber kann sich eine Firma hier positiv hervortun, entwickelt vielleicht Alleinstellungsmerkmale, kann es sich, wie es das Beispiel der Hamburger Hochbahn AG zeigt, auch auf das Image auswirken.

 

Kostenfreier Nahverkehr oder Elektroautos – Mobilität der Zukunft

Im Jahr 2006 konnte die Hamburger Hochbahn mit der Einführung der XXL- Busse noch mit länger und größer punkten. Alle Zeitungen berichteten und die Hochbahn hatte es mal wieder geschafft, sich in ein gutes Licht zu rücken. Aber die letzten 12 Jahre haben die Menschen verändert. Heute müssen es soziale Projekte sein, die Firmen vorzeigen sollen, um beliebt zu sein. Auch in dem Bereich ist die AG gut aufgestellt. Erst vor Kurzem organisierte das Busunternehmen den Shuttleverkehr für eine Obdachlosenweihnachtsfeier. So ließ sich für das Unternehmen mit wenig Aufwand eine gute Presse schaffen.

 

Motto „Einer von Tausend“

 

Mehr Aufwand und ein größeres, milliardenschweres Projekt stecken in dem neuen Projekt der Hamburger Hochbahn. Unter dem Motto „1 von 1000“ präsentierte die Hochbahn im November den ersten serienreifen E-Citaro von Daimler. Bereits weit vor dessen Weltpremiere im September bestellte die Hochbahn im Mai 20 Busse dieses Typs für ihre zukünftige grüne Flotte. Ab 2020 hat sich das Unternehmen verpflichtet, nur noch Elektrobusse oder anderen alternativen Antrieben zu kaufen. Somit soll die um die 1000 Busse umfassende Flotte schnellst möglichst emissionsfrei unterwegs sein. Die Finanzierung eines solchen Projektes ist in einer Zeit, in der die Politik einen Fokus auf erneuerbare Energie legt, zwar nicht einfach, aber machbar. So fließen an die Hamburger Verkehrsunternehmen Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und die Hamburger Hochbahn AG insgesamt 25 Millionen Euro extra für das Vorantreiben des Projektes „Grüne Flotte“. Auch die VHH hat bereits 2 Elektro- Gelenkbusse in Betrieb. Leider stehen diese auf Grund von technischen Problemen die meiste Zeit auf dem Betriebshof, so dass richtige Test unter realen Betriebsbedingungen kaum möglich sind. Bei der Hochbahn soll dies anders laufen. Im Frühjahr eröffnet das Unternehmen einen neuen, komplett auf den Betrieb von E-Bussen ausgerichteten Betriebshof im Hamburger Stadtteil Alsterdorf.

Neue Mobilität, die Zukunft des Transportsektors

 

Fazit der E-Mobility-Situation

 

Am Beispiel der Hamburger Hochbahn AG sieht man, dass der Umstieg klappen kann. Gleichzeitig sorgt ein Unternehmen mit solchen Projekten für gute Presse, zeigt eine grüne Firmenpolitik und dadurch steigende Aktienkurse.

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