Der Iran-Krieg hat die europäischen Energiepreise neu kalibriert — und E.ON steckt mittendrin. Gaspreise zwischenzeitlich 75 Prozent teurer, Strom um 35 Prozent: Was Verbraucher belastet, gibt dem Energieversorger als defensivem Basiswert Auftrieb.
Hohe Preise treiben Nachfrage nach Eigenversorgung
Filip Thon, Vorstandschef von E.ON Energie Deutschland, machte gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung klar: Das Preisniveau vor dem Iran-Konflikt werde so schnell nicht zurückkehren. Die Straße von Hormus ist gesperrt, und obwohl nur ein kleiner Teil des europäischen Erdgases direkt aus Katar kommt, fehlen die Mengen auf dem Weltmarkt — mit spürbaren Folgen für die Großhandelspreise.
Das verändert das Kundenverhalten. E.ON meldet eine Verdopplung der Anfragen nach Solaranlagen; Wärmepumpen und Wallboxen legen ebenfalls zu. Das Unternehmen hat bereits reagiert und die Kapazitäten in den Solarteams ausgebaut — ein Geschäftsfeld, das vor dem Konflikt kaum im Vordergrund stand.
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Starkes Jahr, aber Kursdruck nach Dividendenabschlag
Mit einem Plus von rund 14 Prozent seit Jahresbeginn gehört E.ON zu den besseren DAX-Werten in diesem Jahr. Der Kurs liegt aktuell bei 18,70 Euro — knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 19,07 Euro. Der RSI von 28 signalisiert, dass die Aktie nach dem Dividendenabschlag vom 24. April kurzfristig überverkauft ist.
Das Investitionsprogramm untermauert den langfristigen Wachstumsanspruch: Bis 2030 plant E.ON Investitionen von 48 Milliarden Euro — fünf Milliarden mehr als bisher. Hintergrund sind wachsende Netzengpässe, wo erneuerbare Energien und stromhungrige Rechenzentren um Kapazitäten konkurrieren.
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Regulierung als offene Flanke
Ob dieses Programm die erhofften Renditen abwirft, entscheidet nicht E.ON allein. Die Bundesnetzagentur legt fest, wie viel Rendite der Konzern auf seine Netzinvestitionen erzielen darf — und die finale Entscheidung zur Gasregulierung fällt erst im November. Solange dieser Rahmen offen ist, bleibt die Ergebnisperspektive im margenstarken Netzgeschäft unsicher.
Für 2026 peilt das Management einen bereinigten EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro an — ein stabiles Niveau vergleichbar mit dem Vorjahr. Analysten erwarten einen Gewinn von 1,07 Euro je Aktie.
Am 13. Mai legt E.ON den Quartalsbericht für Q1 2026 vor. Entscheidend wird sein, ob das Management mehr Klarheit zum regulatorischen Zeitplan liefert — denn erst dann lässt sich beurteilen, was das milliardenschwere Investitionsprogramm tatsächlich wert ist.
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