EcoGraf: KfW arrangiert 105 Millionen für Epanko

EcoGraf erhält positive Vorprüfung für KfW-Kredit über 105 Mio. USD. Das Epanko-Graphitprojekt in Tansania nähert sich der entscheidenden Finanzierungsphase.

EcoGraf Ltd Aktie
Kurz & knapp:
  • KfW strukturiert 105 Mio. USD Kredit
  • Positive Vorprüfung durch deutsche Kommission
  • Epanko-Projekt als Kern des Batteriegeschäfts
  • Aktie steigt um 25 Prozent in Woche

EcoGraf macht beim Epanko-Graphitprojekt in Tansania einen wichtigen Schritt nach vorn. Die Finanzierung über deutsche Garantien rückt näher, und damit auch die Frage, ob das Projekt in die nächste Entwicklungsphase kommt. Für einen kleinen Rohstoffwert ist das ein relevanter Hebel.

Die Aktie reagiert bereits mit Schwung. Bei 0,23 Euro liegt sie heute 1,54 Prozent im Plus; auf Sicht von sieben Tagen beträgt der Anstieg 25,27 Prozent. Vom Jahreshoch bleibt der Kurs dennoch deutlich entfernt.

KfW soll Fremdkapital arrangieren

KfW IPEX-Bank hat den Auftrag, eine Fremdkapitalfazilität von bis zu 105 Millionen US-Dollar für Epanko zu strukturieren. Der Rahmen läuft über das deutsche UFK-Programm für kritische Rohstoffe. Dieses Programm soll Projekte unterstützen, die langfristig wichtige Rohstoffe für deutsche Industrien sichern.

EcoGraf hat dafür bereits eine positive Vorprüfung der deutschen interministeriellen Kommission erhalten. Das ist noch keine endgültige Zusage. Es öffnet aber die Tür für die nächste Stufe im Prüfprozess.

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Die Umwelt- und Sozialprüfung samt Aktionsplan ist abgeschlossen. Der unabhängige Ingenieurbericht befindet sich in der finalen Phase. Genau diese Unterlagen sind zentral, damit die Kommission eine vorläufige Genehmigung prüfen kann.

Graphit bleibt strategisch

Epanko ist für EcoGraf der Kern des geplanten Batterieanoden-Geschäfts. Das Unternehmen will hochreine Graphitprodukte für Lithium-Ionen-Batterien liefern. Zielmärkte sind Asien, Europa und Nordamerika.

Technologisch setzt EcoGraf auf ein eigenes Reinigungsverfahren ohne Flusssäure. Das kann bei Kosten und Umweltauflagen ein Vorteil sein. Gerade Batteriehersteller suchen nach stabileren Lieferketten außerhalb bestehender Abhängigkeiten.

Das Projekt soll zunächst 73.000 Tonnen Graphit pro Jahr liefern. Innerhalb von 10 Jahren sieht EcoGraf eine Ausbauoption auf 390.000 Tonnen. Damit hängt der Investment Case stark am Tempo der Batterie- und Speicherbranche.

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Der Graphitmarkt soll von 2025 bis 2035 jährlich um 8 Prozent wachsen. Treiber bleiben Elektroautos und stationäre Energiespeicher. Für EcoGraf zählt nun, ob Finanzierung und Projektzeitplan zu diesem Nachfragebild passen.

Fördergelder ergänzen den Plan

Neben der UFK-Finanzierung treibt EcoGraf Fördermittel von insgesamt 6,2 Millionen Euro voran. Umgerechnet entspricht das rund 10 Millionen Australischen Dollar. Ein Teil davon wurde bereits durch die Europäische Investitionsbank genehmigt.

Weitere Mittel laufen über fortgeschrittene Anträge, darunter die DEG Impulse-Initiative. Diese Gelder sollen Entwicklungsarbeiten stützen und mögliche Reinigungsanlagen in Batteriezentren vorbereiten.

Der nächste konkrete Meilenstein ist die vorläufige Genehmigung durch die deutsche Kommission. Kommt sie, könnte daraus eine verbindliche Deckungszusage entstehen. Dann wäre die Fremdfinanzierung für Epanko deutlich näher.

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