Das chinesische Flugtaxi-Unternehmen EHang verleiht seiner Aktie neuen Auftrieb. Mit einem frisch angekündigten milliardenschweren Rückkaufprogramm will der Konzern das Vertrauen in die eigene Zukunft untermauern. Die Anleger belohnen den Schritt.
Am Montag legte die an der Nasdaq notierte Aktie um fast zwölf Prozent auf 8,84 Dollar zu. Ausschlaggebend war die Ankündigung des Verwaltungsrats, eigene Aktien im Wert von bis zu 30 Millionen Dollar zurückzukaufen. Das Programm läuft zwölf Monate und wird aus bestehenden Barmitteln finanziert.
CEO Hu setzt ein Zeichen
Der Rückkauf kann auf verschiedenen Wegen erfolgen – über offene Marktgeschäfte, privat ausgehandelte Transaktionen oder Blocktrades. CEO Huazhi Hu spricht von einem Bekenntnis zur eigenen Position in der pilotenlosen eVTOL-Branche. Das Management glaube fest an den inneren Wert des Unternehmens.
Die Maßnahme kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Am 5. Juni hatte die Aktie mit 7,72 Dollar ein 52-Wochen-Tief markiert. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 39 Prozent zu Buche. Vom Hoch bei knapp 20 Dollar ist der Titel mehr als 55 Prozent entfernt.
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Quartalszahlen stehen bevor
In den kommenden Tagen legt EHang die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Der Markt erwartet Neuigkeiten zur kommerziellen Einführung des EH216-S, dem Flaggschiff unter den autonomen Passagierdrohnen. Erste kommerzielle Flüge laufen bereits in Guangzhou und Hefei.
Parallel treibt EHang die Technologie voran. Gemeinsam mit Inx Energy arbeitet das Unternehmen an Feststoffbatterien mit hoher Energiedichte. Das Ziel: längere Flugzeiten für die eVTOL-Flotte.
Der chinesische Sektor der „Niedrigflughöhen-Ökonomie“ gewinnt an politischer Bedeutung – das 15. Fünfjahresplan Pekings dürfte ihm einen zentralen Platz einräumen. Analysten wie die UBS bleiben allerdings vorsichtig. Sie bewerten die Aktie neutral und verweisen auf den langen Weg zur breiten Marktkommerzialisierung.
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