Eli Lilly Aktie: Trügerische Flaute?

Die Aktie von Eli Lilly verlor deutlich, nachdem der Konkurrent Novo Nordisk einen Umsatz- und Gewinneinbruch für 2026 ankündigte. Grund ist massiver Preisdruck durch US-Politik und Patentabläufe.

Eli Lilly Aktie
Kurz & knapp:
  • Novo Nordisk prognostiziert Umsatzrückgang für 2026
  • Aggressive US-Preispolitik belastet Pharmakonzerne
  • Patentablauf für Schlüsselwirkstoff Semaglutid
  • Verschärfter Wettbewerb im Adipositas-Markt

Die Aktie von Eli Lilly geriet am Dienstag unter die Räder – völlig ohne eigenes Zutun. Der Kurs sackte um 3,9% ab, nachdem der dänische Konkurrent Novo Nordisk einen beispiellosen Ausblick vorgelegt hatte. Was war passiert?

Novo Nordisk, Hersteller des Abnehmmedikaments Wegovy, schockte die Märkte mit einer dramatischen Prognose für 2026: Umsatz und Gewinn sollen um bis zu 13% einbrechen. Der erste Rückgang seit Jahren. Die Aktie des Dänen stürzte daraufhin um knapp 15% ab – und riss Eli Lilly mit in die Tiefe.

Preisdruck durch Trump-Politik

Verantwortlich für die Misere ist vor allem die aggressive Preispolitik von US-Präsident Donald Trump. Das sogenannte „Most Favoured Nations“-Abkommen zwingt Pharmakonzerne zu massiven Preiszugeständnissen in den USA. Novo spricht von „erheblichen Preisgegenwind“ im amerikanischen Markt.

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Hinzu kommt der Patentablauf für Semaglutid – den Wirkstoff in Wegovy und Ozempic – in mehreren Märkten außerhalb der USA. Billige Nachahmerprodukte setzen die Margen zusätzlich unter Druck. Der Kampf im Milliarden-Markt für Adipositas-Medikamente wird härter.

Wettlauf der Giganten verschärft sich

Novo und Lilly liefern sich ein erbittertes Duell. Im vergangenen Jahr überholte Lillys Abnehmspritze Zepbound den Rivalen Wegovy bei den US-Verschreibungen. Ein herber Schlag für die Dänen, deren Aktienkurs daraufhin um 50% einbrach.

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Kann Novo mit seiner neu eingeführten Wegovy-Pille zurückschlagen? Die frühen Verkaufszahlen sind vielversprechend. Aber BMO Capital Markets warnt: „Preiszugeständnisse für injizierbare GLP-1-Medikamente belasten die Umsätze deutlich und kompensieren die Gewinne im oralen Markt.“

Für Eli Lilly bedeutet das verschärfte Preisdruck auch im eigenen Geschäft. Wenn Novo zur Sicherung der Marktanteile die Preise senken muss, wird Lilly gezwungen sein nachzuziehen. Union Investment-Manager Markus Manns sieht in den Wegovy-Tablettenumsätzen immerhin „einen Hoffnungsschimmer“ – allerdings zahlen hier Verbraucher aus eigener Tasche.

Die Rechnung ist einfach: Was bei Novo einbricht, bedroht auch Lilly. Der Markt für Adipositas-Medikamente wächst zwar weiter, doch die Gewinnmargen geraten von allen Seiten unter Beschuss.

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