Der finnische Telekommunikationsriese Elisa Oyj schockte am Freitag die Anleger mit enttäuschenden Quartalszahlen. Die Aktie brach daraufhin um mehr als 6 Prozent ein. Was ist passiert?
Umsatz und Gewinn unter Erwartungen
Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz zwar um 1,5 Prozent auf 588 Millionen Euro – doch das reichte nicht. Analysten hatten mit 595 Millionen Euro gerechnet. Noch deutlicher fiel die Enttäuschung beim vergleichbaren EBITDA aus: Mit 198 Millionen Euro lag dieser Wert 2 Prozent unter der Konsensschätzung von 202 Millionen Euro.
Hinzu kamen außerordentliche Belastungen von 40 Millionen Euro. Davon entfielen 26 Millionen Euro auf Restrukturierungskosten und 12 Millionen Euro auf Netzwerkdemontage und Reparaturen. Experten hatten lediglich mit rund 20 Millionen Euro Sonderkosten gerechnet.
Der Nettogewinn der Aktionäre sackte auf 58,6 Millionen Euro ab – im Vorjahr waren es noch 82,6 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,51 Euro auf magere 0,36 Euro.
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Schwächelndes Mobilfunkgeschäft
Besonders alarmierend: Das Wachstum der Mobilfunkserviceumsätze verlangsamte sich auf 2,4 Prozent, nach 3,3 Prozent im dritten Quartal. Der durchschnittliche Umsatz pro Postpaid-Kunde (ARPU) in Finnland stieg nur noch um 3 Prozent – zuvor waren es 5 Prozent gewesen.
Dramatischer noch: Elisa verlor im Quartal 19.000 Postpaid-Verträge (ohne Maschine-zu-Maschine-Verbindungen). Die Kündigungsrate schnellte auf 23 Prozent hoch, verglichen mit 20,2 Prozent im Vorjahr. UBS-Analysten machen dafür den verschärften Wettbewerb im 4G-Segment und den Start des ersten mobilen virtuellen Netzanbieters in Finnland verantwortlich.
Ausblick enttäuscht ebenfalls
Für 2026 rechnet Elisa mit stagnierendem oder leicht steigendem Umsatz. Der Markt hatte hingegen ein Wachstum von 2,3 Prozent erwartet. Beim vergleichbaren EBITDA peilt das Management 815 bis 845 Millionen Euro an – das entspricht einem Plus von 1 bis 5 Prozent gegenüber 808 Millionen Euro in 2025. Die Konsensprognose liegt am oberen Ende dieser Spanne.
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Auch die angekündigte Dividende enttäuschte: Mit 2,40 Euro je Aktie für 2025 liegt sie unter den erwarteten 2,45 Euro, obwohl sie eine Dividendenrendite von 6,5 Prozent bietet.
Sparmaßnahmen angekündigt
Elisa kündigte ein Transformationsprogramm an, das ab dem ersten Quartal 2026 jährliche Bruttoeinsparungen von etwa 40 Millionen Euro bringen soll. Dies soll die auf einem Kapitalmarkttag kommunizierten Ziele stützen.
Immerhin: Der operative Cashflow legte im Quartal um 5,1 Prozent auf 124 Millionen Euro zu, blieb aber 4,1 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Das internationale Softwaregeschäft zeigte Lichtblicke mit einem Umsatzplus von 21,5 Prozent.
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