Elkem ASA Aktie: Radikal-Umbau

Elkem trennt sich von seiner Silikon-Division an Bluestar und ermöglicht so Minderheitsaktionären die volle Kontrolle. Eine Kapitalerhöhung von 1,5 Mrd. Kronen sichert die neue Finanzstruktur.

Elkem ASA Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Silicones-Division an Großaktionär Bluestar
  • Minderheitsaktionäre übernehmen volle Unternehmenskontrolle
  • Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Kronen gesichert
  • Nettoverschuldung sinkt um über 2 Milliarden Kronen

Elkem vollzieht einen strategischen Befreiungsschlag: Der norwegische Materialspezialist trennt sich von seiner Silikon-Sparte und verändert damit grundlegend sein Geschäftsmodell. Die Transaktion läuft auf ungewöhnliche Weise ab – ganz ohne Bargeld.

Das Unternehmen verkauft den Großteil seiner Silicones-Division an den bisherigen Großaktionär Bluestar. Als Gegenleistung werden sämtliche 338,3 Millionen Elkem-Aktien von Bluestar zurückgenommen und eingezogen. Das entspricht einem Anteil von 52,9 Prozent. Nach Abschluss der Transaktion hält Bluestar keine Elkem-Anteile mehr – die Minderheitsaktionäre übernehmen die volle Kontrolle.

Aktionäre sichern Kapitalerhöhung ab

Fünf institutionelle Investoren haben bereits ihre Unterstützung zugesagt: Folketrygdfondet, Must Invest, DNB Asset Management, Nordea Investment Management und Perestroika garantieren gemeinsam eine Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden norwegischen Kronen. Diese Aktionärsgruppe repräsentiert rund 30 Prozent der stimmberechtigten Anteile.

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Die außerordentliche Hauptversammlung zur Abstimmung über den Deal findet am 9. März 2026 statt. Bluestar ist bei der Entscheidung über den Verkauf nicht stimmberechtigt. Die Transaktion soll bis Mai 2026 abgeschlossen sein, sofern die Aktionäre zustimmen und die Kreditgeber grünes Licht geben.

Neue Finanzstruktur mit weniger Schulden

Nach dem Verkauf sinkt die Nettoverschuldung von aktuell 11,9 Milliarden auf 9,8 Milliarden norwegische Kronen. Elkem konzentriert sich künftig auf die Geschäftsbereiche Silicon Products und Carbon Solutions. Das Unternehmen verspricht sich davon eine verbesserte Cashflow-Generierung und mehr Spielraum für Wachstumsinvestitionen.

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Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 zeigen eine gemischte Entwicklung: Das EBITDA lag bei 890 Millionen norwegischen Kronen und übertraf damit die Erwartungen um knapp 26 Prozent. Der Umsatz sank jedoch um 14,3 Prozent auf 7,3 Milliarden Kronen. Besonders die Silikon-Sparte schlug die Prognosen deutlich – ein Bereich, von dem sich Elkem nun trennt.

Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit stabilen Bedingungen im Silikon-Geschäft, aber schwächerer Performance bei Silizium-Produkten. Die Produktionskapazität in Norwegen wird bereits reduziert, um die Lagerbestände zu managen.

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