Ems-Chemie Aktie: Positiver Trend

Der Schweizer Spezialchemiekonzern Ems-Chemie steigerte 2025 den Nettogewinn und die Profitabilität, obwohl die Erlöse sanken. Für 2026 erwartet das Unternehmen erneut Währungsgegenwind.

Ems-Chemie Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn trotz Umsatzrückgang gesteigert
  • Deutliche Verbesserung der EBIT- und EBITDA-Marge
  • Erhöhung der Gesamtdividende auf 18,40 Franken
  • Solide Bilanz ohne Finanzschulden
  • Vorsichtiger Ausblick für 2026 erwartet

Der Schweizer Spezialchemie-Konzern Ems-Chemie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinnplus abgeschlossen – und das, obwohl der Umsatz spürbar zurückging. Das von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Unternehmen steigerte den Nettogewinn um 1,2 Prozent auf 467 Millionen Franken. Der Gewinn je Aktie kletterte von 19,70 auf 19,95 Franken. Die Erlöse sanken hingegen um 5,8 Prozent auf 1,95 Milliarden Franken, wobei Währungseffekte 3,4 Prozentpunkte dieser Entwicklung ausmachten.

Bemerkenswert ist die deutliche Verbesserung der Profitabilität: Die EBIT-Marge weitete sich von 26,0 auf 29,1 Prozent aus, während die EBITDA-Marge von 28,6 auf 31,9 Prozent zulegte. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 5,2 Prozent auf 567 Millionen Franken. Verantwortlich für diese positive Entwicklung waren laut Unternehmensangaben eine Verkaufsoffensive mit profitablen Neugeschäften sowie Effizienzgewinne.

Höhere Dividende trotz Gegenwind

Aktionäre dürfen sich über eine großzügigere Ausschüttung freuen. Der Verwaltungsrat schlägt eine ordentliche Dividende von 14,65 Franken sowie eine außerordentliche Dividende von 3,75 Franken vor – insgesamt 18,40 Franken je Aktie. Das liegt deutlich über der Vorjahresdividende von 17,25 Franken.

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Die Bilanz zeigt sich solide: Das Eigenkapital stieg auf 1,86 Milliarden Franken, die Eigenkapitalquote erreichte 83,3 Prozent. Finanzschulden hat Ems-Chemie keine. Der operative Cashflow verbesserte sich von 480 Millionen auf 534 Millionen Franken, die Liquidität erhöhte sich von 518 Millionen auf 603 Millionen Franken.

Vorsichtiger Ausblick für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management zurückhaltend. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang gegenüber 2025 – erneut hauptsächlich aufgrund von Währungseffekten. Der deutlich gestärkte Schweizer Franken belastet die Zahlen erheblich. Beim operativen Ergebnis rechnet Ems-Chemie allerdings mit einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahr.

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Das Unternehmen verweist auf ein weiterhin schwieriges Umfeld: „Handelskonflikte, regulatorische Eingriffe und Währungseffekte könnten die globale Wirtschaftsentwicklung weiter beeinflussen“, heißt es in der Mitteilung. Trotz einer schwächeren Industriekonjunktur und geopolitischer Unsicherheiten gelang es Ems-Chemie jedoch, neue Geschäfte zu generieren. Besonders in Asien verlief die Verkaufsoffensive erfolgreich.

Zur Absicherung gegen Handelshemmnisse hat der Konzern seine Lieferketten umstrukturiert, um direkte Verbindungen zwischen China und den USA zu vermeiden. Produkte für den US-Markt werden entweder lokal gefertigt oder als Spezialitäten von Zöllen befreit. Kepler Cheuvreux erwartet keine wesentlichen Konsensanpassungen, da die Zahlen weitgehend im Rahmen der Erwartungen lagen. Die Aktie gab am Freitag dennoch um 3,3 Prozent nach – die Währungswarnung für 2026 belastete.

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