Der schwedische Gaming-Konzern Enad Global 7 AB verordnet sich eine drastische Kurskorrektur. Am Montag gab das in Stockholm notierte Unternehmen gleich mehrere einschneidende Maßnahmen bekannt, die die künftige Ausrichtung fundamental verändern. Im Zentrum steht eine milliardenschwere Abschreibung – doch die hat es in sich.
2,05 Milliarden SEK Wertberichtigung
EG7 verbucht für 2025 eine nicht-zahlungswirksame Abschreibung von 2.051,7 Millionen SEK auf immaterielle Vermögenswerte. Der Clou: Rund 1.816,5 Millionen SEK davon haben keinerlei Verbindung zur tatsächlichen Performance laufender Projekte. Stattdessen ist die Wertminderung Resultat einer strategischen Entscheidung, künftige Spieleinvestitionen nach Kanada zu verlagern – weg von der Einheit mit den höchsten Buchwerten. Dort locken niedrigere Kosten bei gleichzeitig hochqualifizierten Entwicklern.
Die übrigen 235,2 Millionen SEK entfallen auf enttäuschende Zahlen im physischen Publishing-Geschäft von Fireshine sowie beim MechWarrior-5-Titel von Piranha. Doch die Abschreibung hat einen positiven Nebeneffekt: Die jährliche Amortisation sinkt ab 2026 um etwa 120 Millionen SEK – was den Nettogewinn entsprechend entlastet.
Finanzziele kassiert
Parallel dazu zieht EG7 die im September 2023 kommunizierten Mittelfristziele zurück. Die anvisierten 3 Milliarden SEK Umsatz und 1 Milliarde SEK bereinigtes EBITDA für 2026 sind vom Tisch. Die Begründung: Management und Vorstand führen aktuell eine umfassende strategische Überprüfung durch. Über 600 Millionen SEK wurden in den vergangenen drei Jahren in Fireshine, Singularity 6 und das Cold-Iron-Projekt investiert – dessen Launch für Q3 2026 geplant ist. Erst dann, so die Rechnung, liegen ausreichend Daten vor, um die langfristige Richtung festzulegen.
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Eine neue Strategie soll auf einem Kapitalmarkttag im ersten Quartal 2027 präsentiert werden. Bis dahin will EG7 sein Portfolio bewerten, strategische Partnerschaften prüfen und eine 3-5-Jahres-Roadmap entwickeln.
Operative Entwicklung durchwachsen
Die Quartalszahlen für Oktober bis Dezember 2025 zeichnen ein gemischtes Bild. Der Nettoumsatz sank währungsbereinigt organisch um 4,4 Prozent auf 436,9 Millionen SEK. Ungünstige Wechselkurse belasteten zusätzlich mit 53,3 Millionen SEK. Das bereinigte EBITDA erreichte 79,6 Millionen SEK bei einer Marge von 18,2 Prozent – deutlich unter den 25,1 Prozent des Vorjahres. Der operative Cashflow belief sich auf 73,9 Millionen SEK.
Positiv entwickelten sich einzelne Titel: Daybreak veröffentlichte im Dezember Erweiterungen für EverQuest und Lord of the Rings Online. Palia wuchs weiter, gestützt durch neue Inhalte der Winterlight-Season. My Singing Monsters erzielte im Dezember den höchsten Monatsumsatz des Jahres, getrieben durch eine erfolgreiche TikTok-Kooperation.
Bilanz wird entrümpelt
Neben der Strategieüberprüfung treibt EG7 weitere Maßnahmen zur Bilanzbereinigung voran. Am Montag gab das Unternehmen bekannt, die steuerbedingte Kaufpreisverbindlichkeit aus der Daybreak-Akquisition beschleunigt abzuwickeln. Für 11 Millionen US-Dollar werden künftige und historische Verpflichtungen beglichen. Das beendet die Geschäftsbeziehung zu verbundenen Parteien, verbessert die jährliche Cashgenerierung um 1 bis 3 Millionen Dollar über die nächsten 12 Jahre und steuert 2026 rund 19 Millionen SEK zum Nettogewinn bei.
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Parallel laufen Gespräche zur verbleibenden Related-Party-Beziehung zwischen Daybreak und Cold Iron. Das Eigenkapital der Holding, das künftige Dividenden oder Aktienrückkäufe begrenzt, soll nach den Abschreibungen Ende 2026 bei rund 1,5 Milliarden SEK liegen.
Versteckte Werte im Fokus
Um die Transparenz zu erhöhen, veröffentlichte EG7 am Montag historische Finanzdaten in lokalen Währungen. Die Aufschlüsselung offenbart: Die beiden größten Assets Daybreak (ohne Singularity 6) und Big Blue Bubble generierten 2025 zusammen 873 Millionen SEK berechenbare Umsätze und 189 Millionen SEK EBITDA abzüglich kapitalisierter Spieleinvestitionen.
Palia steigerte seinen Umsatz im zweiten Halbjahr 2025 um 70 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf über 12 Millionen Dollar für das Gesamtjahr. Fireshine baute seine digitalen Erlöse auf über 11 Millionen Pfund aus – bei 14 Millionen Pfund Investitionen über drei Jahre.
Zudem verfügt EG7 über 724 Millionen SEK an zeitlich unbegrenzten Steuervorteilen. Die beiden weiteren Einheiten Petrol und Piranha Games erwirtschafteten 2025 kombinierte Nettoumsätze von 229 Millionen SEK und operieren derzeit auf Break-Even-Niveau.
Mit dem angekündigten Neustart positioniert sich EG7 für ein entscheidendes Jahr. 2026 soll zeigen, ob die massiven Investitionen der Vorjahre Früchte tragen – allen voran durch den Cold-Iron-Launch im dritten Quartal. Der Markt wird genau verfolgen, ob aus den diversen Bausteinen ein profitables Gesamtgebilde entsteht.
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