Der italienische Energieriese Enel hat gestern vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt – und die fielen erwartungsgemäß aus. Der Umsatz kletterte um knapp zwei Prozent auf 80,4 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 2,2 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro zulegte. Klingt solide, doch die Börse reagierte mit einem Schulterzucken: Die Aktie bewegte sich heute kaum und notiert bei 9,48 Euro.
Die Wachstumszahlen verbergen allerdings ein Problem: Im Heimatmarkt Italien schrumpften die Margen spürbar. Grund sind sinkende Endkundenpreise, die am Gewinn nagen. Immerhin gelang es dem Konzern, diese Schwäche durch bessere Geschäfte außerhalb Italiens auszugleichen. Wie nachhaltig diese Kompensation ist, bleibt aber fraglich.
Konzernumbau läuft weiter
Seit Flavio Cattaneo im Mai 2023 das Ruder übernahm, treibt er den Umbau des Konzerns konsequent voran. Unternehmensteile werden verkauft, Kosten gesenkt und Investitionen neu ausgerichtet. Der Fokus liegt nun klar auf Energienetzen und Batterie-Energiespeichersystemen – Bereiche mit Zukunftspotenzial.
Die Nettoverschuldung stieg leicht auf 57,2 Milliarden Euro, nachdem sie Ende 2024 noch bei 55,8 Milliarden lag. Der operative Mittelzufluss reichte aber weitgehend aus, um Investitionen und Dividendenzahlungen zu stemmen. Eine solide Basis, auch wenn die Schuldenlast nicht schrumpft.
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Analysten bleiben skeptisch
Die kanadische Bank RBC zeigte sich wenig beeindruckt. Analyst Fernando Garcia bestätigte sein „Underperform“-Rating mit einem Kursziel von nur 8 Euro – deutlich unter dem aktuellen Niveau. Seine Einschätzung: Die Zahlen trafen zwar die Erwartungen, doch Überraschungen nach oben blieben aus.
Auffällig ist zudem, dass das Management keine Prognose für 2026 abgab. Diese Zurückhaltung könnte auf anhaltende Unsicherheiten im Marktumfeld hindeuten. Für Anleger bedeutet das: Es bleibt unklar, ob der Umbau tatsächlich frische Wachstumsimpulse liefert.
Trotz eines Kursplus von 38 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten wirkt die Aktie aktuell lustlos. Die Frage ist, ob der strategische Wandel ausreicht, um die strukturellen Probleme im Heimatmarkt zu überwinden.
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